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Krankheiten des Digestionsapparats.
hörte auf, als eines Tages im Bade sich gichtische Schmerzen in bei-den Knieen entwickelten, zu welchen sich an demselben Abende nochRöthe und Geschwulst gesellten, die einige Tage anhielten, worauf sichdann mehrere Furunkel um das Knie herum bildeten.
Man verbindet die Wasserbäder mit Moorbädern, wo sichschon Schmerzen in den Gelenken kund gaben oder Steifigkeit undAnschwellung nach früher vorangegangenen Gichtanfällen zurückge-blieben sind. Die Moorerde wird zu diesem Zwecke durch Zugies-sen heissen Wassers bis zur Consistenz eines dünnen Breies er-wärmt. Da der Körper im Moorbade erfahrungsgemäss einen höhe-ren Temperaturgrad erträgt, als im Wasserbade und die den Wän-den der Badewanne zugekehrten Moorbadschichten schneller abküh-len, als das Mineralwasser, so kann das Moorbad immer um 2° wär-mer genommen werden, als das Wasserbad, d. h. in einer Tempera-tur von mindestens 28° R., gewöhnlich zu 29—30° R. Im Bade mussder Kranke immer neue Moorschichten auf die Körperfläche, beson-ders die leidenden Theile zu bringen suchen und diese überdies ge-linde mit der Hand reiben. — Er verweile eine halbe bis dreiviertelStunden im Bade. Beim Verlassen desselben wird die anklebendeErde so viel als möglich abgestreift und dann ein Reinigungsbad ge-nommen, in dem der Patient nur so lange bleibt, als er der Zweckder Reinigung erfordert.
Die Moorbäder werden entweder allein täglich oder jeden zwei-ten, dritten Tag oder mit den Mineralwasserbädcrn abwechselnd ge-braucht.
Hat die Diathese besonders die Schleimhäute zum Sitze gewählt,sind catarrhalische Affectionen der Respirations- und Blasenschleim-haut vorhanden, so lässt sich mit Nutzen der Gebrauch der Wald-quelle (s. S. 225) mit dem des Kreuzbrunnens verbinden, in wel-chem das kohlensaure Natron vorwaltend, die Menge der abführen-den Salze und des Eisens gering ist. Sie beseitigt die passiven Con-gestionen, vermindert den Reiz zum Husten und befördert den Aus-wurf; auch besitzt sie die Eigenschaft, den Abgang von Gries undkleinen Steinen zu befördern.
Für solche Individuen eignen sich auch die kochsalzhaltigenSäuerlinge, unter denen die Quellen zu Kissingen und llom-hurg; je nach der Constitution hat man hier die Wald zu treffen,da der Elisabethbrunnen mehr Kohlensäure enthält, daher stärkeraufregt.
Die Bäder mit dem an Kohlensäure reichen Soolsprudel