Arthritis.
4*3
bituelle Plethora und die Stasen in den drüsigen Organen zu besei-tigen und alle Seeretionen und Bxcretionen zu befördern, mithineinen regeren Stoffwechsel herbeizuführen im Stande sind, würdendie Quellen in Marlenbad (s. S. 364) bei kräftigen, gut genährtenIndividuen, wenn die Digestionsorgane noch gar nicht gelitten haben,zu empfehlen sein. Solehe Kranke lässt man den Kreuz brunnentrinken, so dass täglich einige breiige Stühle erfolgen und dabei Ha-der mit der im Hofraum des alten Badehauses befindlichen Marien-quelle gebrauchen, die nicht reich an festen Bestandteilen ist, da-gegen einen grossen Gehält an Kohlensäure besitzt, dem ihre vor-zügliche Wirksamkeit zuzuschreiben. Sie hat eine Temperatur von9£—10° R. und enthält nach Prof. Kersten in 16 Unzen (768GGran):
Schwefelsaures Natron
0,353 Gran.
Chlornatriiini
0,048
Doppelt kohlensaure Magnesia
0,061
Doppelt kohlensaure Kalkerde
0,436
Doppelt kohlensaures Eisen-
oxydul
0,035
Kieselerde
0,189
Quellsäure und Qnellsatzsäure- \
Verbindungen
0,075
Organische Materie
Freie Kohlensäure
Summa 1,197 Gran.
9,056 -= 18,98 Wien. K. Z.oder in 1000 Raumtheilen 646,8 Raumtheile.
Die Bäder werden zu 21- —28° R. genommen, bewirken anfangsein leichtes Frösteln, doch bald das Gefühl einer angenehmen, bele-benden Wärme auf der Haut, die sich röthet. Die Urinsecretionwird stark befördert und gewöhnlich pflegen die gichtischen Schmer-zen zuzunehmen. Auch bei schwächlicheren Kranken, wo kalte undheisse Bäder contraindicirt sind, wird die Haut durch dieselben ört-lich gereizt und dadurch die Secretion gesteigert und die den Bä-dern überhaupt zukommenden directen und antagonistischen Wirkun-gen ohne merkliche Aufregung des Gefässsystems in einem hinrei-chenden Grade bewirkt. Der Aufenthalt des Kranken im Bade darfsich nie über eine Stunde erstrecken.
Heidler sah beim Gebrauche dieser Bäder Kopf- und Gesichts-Bchmerzen, Gastrodynieen und Erbrechen verschwinden; das letztere