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Handbuch der Balneotherapie : practischer Leitfaden bei Verordnung der Mineralquellen, Molken, Seebäder, climatischen Kurorte &c.
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Haemorrhoiden.

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Gefässe mit stärkeren Wandungen versehen zu sein scheinen, seltenerder Fall ist. Wo diese Ausscheidungen aber auch nicht stattfinden,zeigen sich die Thermen durcli ihre die Secretionen fördernde Wir-kung heilsam.

Man lässt entweder in Vollbädern baden, unter denen die desJosephsbades, die Temperatur von 28,08° R., die des Leopolds-bades die niedrigste von 25,52° R. haben oder in Separatbädern,deren Temperatur 27,8° R. bis 25° R. beträgt. Da die Temperaturder Quellen nicht dieselbe ist, so müssen sie auch eine verschiedeneWirkung äussern. Die kühleren werden, indem sie dem KörperWärme entziehen, eine stärkere Reaction erfordern und dadurch dieLebensthätigkeit in den peripherischen Gefässen der Haut steigern;nach den warmen, wo wenig oder gar keine Wärme dem Körperentzogen wird, tritt eine Steigerung der Temperatur und in derenFolge ein vermehrter Stoffwechsel im Organismus ein. Man wirdalso reizbaren, vollblütigen Individuen, die zu Congestionen disponi-ren, die ersteren empfehlen) torpiden, phlegmatischen die letzteren.

Beim inneren Gebrauche findet eine vermehrte Schleimabsonde-rung im Darmkanale, verstärkte peristaltische Bewegung, und meislZunahme der Stuhlgänge statt, ebenso wird der Harn in grössererMenge gelassen. Bei schwachen Verdauungsorganen dürfen nurkleine Quantitäten getrunken werden und bei bedeutenden Störungender Digestion ist vom inneren Gebrauche ganz abzustehen, statt des-sen lasse man ein alealisch-salinisches Mineralwasser trinken, da hieralle Mineralbrunnen zu erhalten sind.

4. Die Quellen von PMmt^ny (Pistjan) in einer anmufhigenGegend am rechten Ufer der Waag, !> Meilen von l'ressburg, 18 Mei-len von Wien, 428 Schuh über dem Meeresspiegel gelegen. DasClima ist wegen der Nähe der Karpathen rauh und die Nächte selbstim hohen Sommer kühl, daher ist den Kranken Vorsicht und warmeKleidung anzuempfehlen.

Die Quellen kommen nicht nur an beiden Seiten der Waag,sondern im Flusse selbst hervor, wo dicht aufsteigende Dämpfe, be-sonders bei kalter Witterung, den Ort ihres Hervorbrechens be-zeichnen.

Die Hauptquelle, deren Wärme zwischen -f 46 und 51° R.variirt und in den verschiedenen Bädern, wohin das Wasser geleitetwird, zwischen 35 und 31° heiss ist, enthält nach der neuesten Ana-lyse vom Jahre 1832 in IG Unzen:

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