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Handbuch der Balneotherapie : practischer Leitfaden bei Verordnung der Mineralquellen, Molken, Seebäder, climatischen Kurorte &c.
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Haemorrhoiden.

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auf einem Sopha ruhen, ohne aber die Transpiration der Haut zubefördern. 14 bis 21 Bäder sind in der Regel erforderlich.

Die Trinkkur mit der Wiese nquelle ist besonders pastösenIndividuen und Frauen, bei denen sich zur Zeit der Decrepiditäteine Blutüberfüllung in den venösen Gefässen der Unterleibsorganeausgebildet hat, anzuempfehlen. Man lässt mit 2 oder 8 Bechernbeginnen und bis auf 7 oder 8 steigen. Kinder trinken kleinereQuantitäten (zwei halbe Becher, oder einen bis anderthalb Becher).Um die Thätigkeit der Leber und des Darms mehr anzuregen unddie Wirkung des in den Reproductionsprocess tief eingreifenden Mi-neralwassers zu unterstützen, lässt man einen Zusatz von Milch oderMolken machen. Anfangs wird das Wasser zur Hälfte oder zueinem Dritttheil mit Molken versetzt, später rein getrunken. Nebenden Bädern den Kreuzbrunnen oder Ragoczi trinken zu lassenist nicht rathsam; zweckmässiger schickt man eine solche Brunnen-kur den Bädern voraus, bei deren Gebrauche die lang erwartetenHaemorrhoidallilutungen mit Abnahme aller krankhaften Erscheinun-gen sieh einzustellen pflegen.

Was den Gebrauch eisenhaltiger Säuerlinge als Nachkur an-belangt, so gilt hier dasselbe, was ich oben bei den Thermen vonEms angeführt. Wenn eine solche für nothwendig erachtet wor-den, so sende man den Kranken nach dem in der Nähe befindlichenCndowa, Keinerz oder Langenau.

f. Bei Kranken, wo von Zeit zu Zeit, jeden Monat oder nurvorwiegend im Frühjahr und Herbst eine Haemorrhoidaleongestiondurch Bildung von Knoten sich kundgiebt und es dann auch zufliessenden Haemorrhoiden kommt, sowie bei unregelmässigen Hae-morrhoiden, d. h. in Fällen, wo die früher fliessenden aus irgendeinem Grunde ausblieben oder unterdrückt wurden und nun andereOrgane den Sitz des Leidens abgeben, wie der Magen, die Leber,die Lungen oder das Gehirn, führen die kalten und warmenSchwefelquellen, wenn die salinischen Wässer erfolglos gebrauchtforden, od eine entschiedene Besserung herbei; jedoch ist die Wirk-samkeit des Schwefelwasserstoffgases noch nicht genügend festgestelltu nd die therapeutischen Wirkungen, welche die Schwefelwasser her-vorbringen, müssen offenbar dem Reichthum derselben an Salzen,Welche die Darmsecretion anregen, und der hohen Temperatur zu-geschrieben werden.

Durch die Verbindung des Schwefelwasserstoffs mit den Blut-körperchen des Pfortaderbluts soll nach Roth die Rückbildung des