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Handbuch der Balneotherapie : practischer Leitfaden bei Verordnung der Mineralquellen, Molken, Seebäder, climatischen Kurorte &c.
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Krankheiten des Digestionsapparats.

beendeter Kur gar keine Veränderung in den Erscheinungen. Da-her ist nicht in allen Fällen der Gebrauch eines eisenhaltigen Säuer-lings als Nachkur rathsam.

Sind die Zufälle der Art, dass sie während eines Aufenthalts von6 Wochen an der Heilquelle nicht verschwinden und bleibt nur dieAussicht, dass sie in der Zeit der Nachkur allmälig sich verlierenwerden, so ist der Gebrauch der Stahlquellen in Schwalbach nichtanzuempfehlen und man warte erst ab, welche Erfolge sich in dennächsten Wochen herausstellen werden.

Ebensowenig sind die Eisensäuerlinge dann zu gestatten, wenndie Thätigkeit der drüsigen Organe eben erst angeregt ist und kri-tische Entleerungen zu erwarten sind, die das Gleichgewicht im Or-ganismus wieder herstellen sollen. Nicht selten erfolgt erst längereZeit nach beendeter Brunnenkur ein regelmässiger Haemorrhoidal-fluss; so lange aber die Molimina fortbestehen, sind Eisenwasserschädlich. . Ist jedoch jedes Bestreben der Natur, auf diesem oderjenem Wege dem Organismus Hülfe zu schaffen, erloschen, sind dieStörungen im Körper beseitigt und bedarf derselbe eine Kräftigungund Unterstützung, damit alle Functionen gehörig von Statten gehen,so giebt es kein schätzbareres Mittel, als die Stahlwasser.

Kranke, die die Thermen in Ems gebraucht, sende man alsdannnach dem nahe gelegenen Seliwallmch, wo sie den Stahlbrun-nen trinken und vorzugsweise die an Kohlensäure ärmeren Bädernehmen müssen, am besten mit dem Weinbrunnen, der rein Stär-kend ist und weniger aufregt. Findet dennoch eine bedeutende Auf-regung statt, so muss das Wasser zum innerlichen Gebrauche erwärmtoder mit warmer Milch versetzt, zu den Bädern aber, besonders beisehr irritablen schwächlichen Kranken, eine Malzabkocbung hinzuge-setzt werden.

2. Die Thermen von Iiandeck (s. S. 51). Man läset vordem Gebrauche des Quellbades (gemeinschaftlichen Bassins), welcheseine Temperatur von 25° R. hat, einige Wannenbäder von höhererTemperatur nehmen, die täglich erniedrigt wird, um den Körper aneinen niedrigeren Wärmegrad zu gewöhnen. Der Kurgast steht odersitzt im Bade, wo möglich bis an die Hüllen getaucht im Wasser.Je ruhiger er sich verhält, desto länger kann er darin verweilen.Sobald ein Schauer eintritt, ist es Zeil, das Bad zu verlassen, undwenn sich derselbe nicht äussert, nach Verlauf von höchstens einerStunde. Nach dem Bade (dem gemeinschaftlichen oder Wannen-bade) muss der Kranke wenigstens eine halbe Stunde im Bette oder