Haemorrhoiden.
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stellt sich ein, oder es bilden sich bei Männern Haemorrhoidalkno-ten, aus denen sich oft eine bedeutende Menge Blut entleert oder eineczematüser oder papulöser Ausschlag am Scrotum mit heftigemJucken. Wo dies nicht der Fall ist, wird der Kranke von asthmati-schen Beschwerden, krampfhaftem Husten, Kopfschmerzen neuralgi-scher Art, Schwindel, Herzklopfen u. dgl. heimgesucht.
In diesen Fällen wendet man die Thermalbäder mit günstigemErfolge an. Hierher gehören:
1. die Thermen von Ems (s. S. 218), die die Aufregung, imGefäss- und Nervensysteme herabstimmen und innerlich gebraucht,die Störungen des Blutkreislaufs im Unterleibe beseitigen und dieSeeretionen, besonders des Urins, befördern.
Man lässt kleine Quantitäten des Kesselbrunnens mit Milchoder Molken versetzt trinken, 2, 3, 4 Becher täglich, und lauwarmeBäder nehmen zu 24° bis 2(i°R., in welchen die Kranken eine vier-tel, halbe Stunde oder länger verweilen. — Ist. Verstopfung vorhan-den, so leisten die Clystire mit dem Wasser des Kesselbrunnens,Abends genommen, gute Dienste.
Es herrscht allgemein die Ansicht, dass bei nervösen, schwäch-lichen Individuen nach dem Gebrauche der sedativen Mineralwasserein Ntahlwasser nöthig sei, damit der Organismus wieder gehörig ge-kräftigt werde; doch wird sehr oft gerade durch den Gebrauch einesan Kohlensäure reichen Mineralwassers leicht eine Ueberreizung her-beigeführt und somit die heilsame Wirkung der vorangegangenenKur gänzlich wieder aufgehoben. Es liegt in der Art der Wirkungs-Weise der Thermen von Ems und der unten noch anzuführenden,dass nach Beendigung der Kur die Wirkung noch längere Zeit fort-dauert und die Kranken sich nicht so wohl fühlen, als sie erwar-teten. Durch den bedeutenden Stoffwechsel, den die lange Zeit fort-gesetzte Brunnen- und Badekur hervorgerufen, sind Veränderungenint Organismus vor sich gegangen, die zwar das frühere Bild derKrankheit verwischt, aber das Uebel noch nicht mit der Wurzel aus-gerodet haben. Dies geschieht meist erst nach beendeter Kur und( l'e. Nachwirkung erstreckt sich oft auf Wochen und Monate, so dasses schwer ist, den geeigneten Zeitpunkt anzugeben, wann eine robo-tende Quelle die begonnene Entwickelung der Genesung weiterauszuführen und hülfreich zu unterstützen vermag. — Bei einigenKranken treten schon während der Kur kritische Haemorrhoidal-"üsse auf, andere verlassen den Kurort zwar gebessert, aber ohneV(| llständig geheilt zu sein, bei einer dritten Reihe zeigt sich nach