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Krankheiten des Digestionsapparats.
bei kräftiger Nahrung, ohne körperliche Bewegung oder langdauerndeEinwirkung schlechter Luft. Hier wühle man die eisenhaltigenmuriatischen Säuerlinge, die Quellen von Seilen, Kissin-gen, Homburg, Canstatt, Clelchenberg (Johannis-
brunnen ).
d. Bei Personen von mehr schwächlicher Constitution, mit wel-ker Muskulatur, sehr irritablem Gefäss- und Nervensystem, wo an-haltende geistige Anstrengungen und deprimirende Gemüthsaffectevorhergegangen, sowie bei schlaffen, torpiden, lymphatischen mit An-lage zur Fettbildung sind die alcalisch-salinischen Eisenwas-ser indicirt. Solche Kranke sende man nach I Vit n'.<-■■> hu<l undlasse sie die Franzensquelle, den kalten Sprudel oder dieWiesenquelle trinken, je nachdem man eine stärkere Wirkung er-zielen will und fleissig Bäder nehmen, oder nach IMarlenbad, wosie den Ferdinandsbrunnen trinken müssen; ferner nach 8l*<<i-(s. S. 32), liobitscli (s. S. 368), Miiuoldsau (s. S. 29), woman allmälig von der Josephsquelle zur Leopolds- undWen-zelsquelle übergeht, nach Peterstlial (s. S. 34), wo anfangsdie Sophienquelle oder Salzquelle, später die Stahlquelle zugebrauchen ist, oder nach Filred (s. S. 369), dessen Wasser beson-ders bei Anomalieen der Haemorrhoiden ausgezeichnete Dienste lei-sten soll, indem es den Blutfluss aus den Haemorrhoidalvenen wie-der hervorruft.
e. Bei ausgesprochenem Leiden der Nervensphäre, schwäch-lichen, sehr sensiblen Constitutionen, Kranken weiblichen Ge-schlechts oder Individuen, bei denen sich in Folge geistiger Arbeiteneine bedeutende nervöse Reizbarkeit entwickelt und sich neuralgi-sche oder krampfhafte Affectionen in verschiedenen Nervengebietenvon Zeit zu Zeit kundgeben, ziehe man beruhigende, sedative Mine-ralwasser in Gebrauch.
Die Symptome, die hier Beachtung verdienen, sind: Störungen inder Digestion, bald Verstopfung, bald Durchfall, Blähungen, Säure-bildung, Gastrodynie, Colik; die Kranken sind genöthigt, stets einestrenge Diät zu führen, klagen heute über Kopfschmerzen, morgenüber Blutwallungen mit Frost. Die blühende Gesichtsfarbe schwin-det und ein mehr cachectisches Aussehen tritt an ihre Stelle; beijungen Mädchen zeigt sich mehr eine anaemische Färbung. Die Ge-müthsstimmung verändert sich und meist verfallen die Kranken ineinen Zustand von Melancholie. Die Menstruation geräth in Unord-nung und ist mit krampfhaften Beschwerden verbunden, Leucorrhoe