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Krankheiten des Digestionsapparats.
Ob der Moor mehr oder weniger Eisen enthält ist ganz gleich-gültig, da die physiologischen Versuche lehren, dass die löslichenEisensalze nicht von der Haut aufgesogen werden.
Ebensowenig ist auf andere Sulphate, als schwefelsaures Kali,Natron, Kalkerde, Alaunerde und die Kieselsäure Gewicht zu legen.Die Menge des Schwefelwasserstoffgases ist so gering, dass man siekaum durch den Geruch zu erkennen vermag und auf die Wirkungder Kohlensäure darf man in Bädern, die eine Temperatur von 24°bis 32° R. haben und noch überdies wegen ihres Gehalts an festenTheilen leicht zur Entwickelung der Gase Veranlassung geben, ge-wiss nicht viel rechnen.
Die Hauptwirkung der Moorbäder scheint daher den flüchtigenSäuren und der kampherähnlichen Substanz des verwitterten Mine-ralmoores zugeschrieben werden zu müssen, indem für flüchtige undin Dampfform übergehende Stoffe die Epidermis permeabel ist.
Als Badeärzte fungiren: Dr. Hochberger, Dr. Fleckles, Dr.Hlawaczek, Dr. Damm, Dr. Gans, Dr. Forster, Dr. Beer-mann, Dr. Mannl, Dr. Anger, Dr. Preiss, Dr. Sorger, Dr. Bor-ges, Dr. Oesterreicher, Dr. Seegen, Dr. Kronser.
Bei manchen Kranken, besonders bei schwächlichen, phlegmati-schen mit welker Musculatur, oder wo eine bedeutende Depressiondes Nervenlebens stattfindet, ist nach Beseitigung der Intumescenzim Unterleibe und der gestörten Blutcirculation im Pfortadersystemeeine Nachkur in Fraiizensbad erforderlich, um die noch vorhan-dene Erschlaffung, die leicht zu neuen Stasen und AnschwellungenAnlass geben kann, gänzlich zu beseitigen. Ist nach dein Gebraueheder Thermen ein hoher Grad von Schwäche eingetreten, so lasseman den Kranken 8 bis 14 Tage ausruhen, ehe er die Nachkur be-ginnt, für welche in der Regel 2 bis 3 Wochen genügen. Rathsamist es, zumal bei reizbaren Verdauungsorganen, die ersten Becher imBeginne etwas erwärmt trinken zu lassen.
c. In Folge oft wiederholter Anfälle von Intermittens bilden sichgewöhnlich bei Individuen, die; in Ländern leben, wo die Wechsel-fieber endemisch herrschen, Hypertrophieen der Leb^r (die Speck-leber), welche eine bedeutende Beeinträchtigung des vegetativen Le-bens zur Folge haben. Solche Kranke haben ein aufgedunsenes Ge-sicht, erdfahle Gesichtsfarbe, sind abgemagert, zu jeder körperlichenund geistigen Arbeit unfähig und eine Energielosigkeit aller Functio-nen spricht sich aus. Die Leber ist schmerzlos oder weniger em-pfindlich, ihre-Oberfläche glatt, eben, die Ränder sind gewulstet.