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Krankheiten des Digestionsupparats.
zu wenig in Gebrauch gezogen wird, während in früheren Zeitenhier last nur gebadet wurde. Die einlachen Mineralwasserbäder, dieaus allen Quellen bereitet, werden, wirken nicht, allein als wanneBäder, sondern üben eine durch den chemischen Characler desWassers bedingte secundäre, den gesannnten Organismus, namentlichdie Blutmasse durchdringende Heilkraft aus. Sie sind aber um somehr angezeigt, weil sie die hier ganz darniederliegende Ilautthä-tigke.it befördern. Hlawaczeck (Karlsbad. 1<S47), der 1^ Sprudel-bäder und zwar täglich ein Bad von 28* R. nahm, fand, dass derUrin und Schwabs nach dem Bade alcalisch reagirten und zweiTage nach dem zwölften Bade durchfallartige Stühle eintraten. Aucherzeugten sie heftige Congestionen nach dem Gehirn, obwohl derPuls um 10 Sehläge in der Minute nach \ Stunde sank. ■—. Man lässtsie je nach dem Erfordernisse zu '25—28° R. nehmen. Die Dauerdes Bades ist nach der Individualität auf \ bis \ Stunde oder längerzu bestimmen; in sehr eingewurzelten Fällen sind •$ Stunden erfor-derlich. Im Bade seihst, reihe und knete der Kranke den Unterleib;nur bei günstigem Wetter ist ein Spaziergang nach dem Bade rath-sam, sonst begebe er sich gleich nach Hause und ruhe eine halbeStunde. — Die Bäder werden entweder täglich oder einen Tag umden anderen genommen.
Bei sehr torpider Constitution und wenn nach mehrwöchentlichemGebrauche die Anschwellung der Leber zurückgegangen, die Störun-geil in den (jnterleibsorganen beseitigt, sind auch Moorbäder zuempfehlen (deren Anwendung dann dem Badearzte anheimgestelltwerden muss). Nur torpide, schwächliche Individuen mit welkerMuskelfaser fühlen sich behaglich im Bade. ,
Das Moorlager, von welchem die Moorerde entnommen wird, istetwa | Stunden von Karlsbad entfernt. Die Erde ist dunkelbraun,kaum fettig anzufühlen, auch nicht, sehr fein, etwas saudig, enthältviele zersetzte vegetabilische Substanzen und hat fast gar keinen (le-schmack und Geruch. Befeuchtet man sie mit Quell- oder Flusswas-ser, SO färbt der Moor das blaue Backmuspapier roth. bringt, man sieaber mit Sprudel Wasser zur breiartigen t'onsistenz, so verhält s"ie sichindifferent oder äussert nur einen geringen Biriftuss sowohl auf dasrothe, wie blaue Backmuspapier.
In IM Gewichttheilen der feuchten Erde fand Pleisehl 65,55 Tb-Wasser und .">4,45 feste Bestandteile, von letzteren waren wieder14,68 Theile verbrennbar, mithin organisch und 19,77 Theile unver-brennbar. Letzlere, bestanden aus schwefelsaurer Kalkerde, Magne-