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Handbuch der Balneotherapie : practischer Leitfaden bei Verordnung der Mineralquellen, Molken, Seebäder, climatischen Kurorte &c.
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Catarrh der Magenschleimhaut.

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eine geringe Menge Chlornatrium enthalten und der Johannis-brnnnen beiTHeichenberg (s. S. 241).

Solchen Kranken sind auch die alcalischen Eisensäuerlinge vonBorszek, Elöpatak, Rodna (s. S. 241 u. fgd.) und wenn auf dieSchleimhaut kräftiger eingewirkt werden soll, oder die mangelhafteBlutmischung ein stärkeres Eisenwasser erfordert, die an Kochsalzund Eisen reicheren Quellen von Selters und Szczawnica (s. S. 243u. 244) zu verordnen.

Roth empfiehlt hier den inneren und äusseren Gebrauch derThermen von Wiesbaden, indem das Wasser die Ausschwitziingbeschränkt und durch seine Wärme, milde Beschaffenheit und leichteVerdaulichkeit zu den vorzüglichsten Heilmitteln in solchen Fällen zuzählen ist. Schon nach einigen Tagen nimmt der Appetit zu, dasSodbrennen, die Pneumatose, der Druck im Epigastrium und die Co-Hkschmerzen schwinden, auch das Erbrechen, welches in manchenFällen vorhanden, hört auf. Die Auftreibung in der Magengegendund die zuweilen vorhandene Empfindlichkeit verlieren sich allmälig,der Stuhlgang wird regelmässig, auch Hämorrhoidalknoten vergehenmit Beseitigung der chronischen Entzündung und Blutstockung.

Heidler rühmt den Gebrauch des Marienbader Kreuzbrun-nens, auch wenn der Catarrh unter der Form eines chronischenErbrechens von Schleim, besonders Morgens im nüchternen Zu-stande auftritt. Solche Kranke sind gewöhnlich starke Biertrinkerund Raucher und nähren sich hauptsächlich von groben vegetabili-schen Substanzen.

Wie bei allen chronischen Catarrhen ein Zeitpunkt eintritt, woanstatt der antiphlogistischen, reizmildernden Behandlung eine mehrstimulirende, tonisirende erforderlich wird, so müssen hier, wonoch die begleitende Erschlaffung der Muskelhaut in Betracht kommt,al.s Nachkur nach dem Gebrauche der alcalischen Wasser in den»eisten Fällen die Stahlwasser verordnet werden. Kranke, dieden Oberbrunnen in Salzbrunn getrunken, werden dann mit Frfolgdie Quellen in Altwasser und Keinen gebrauchen; nach einerKur in Ems sende man die Kranken nach Schwalbacli (s.8. 19), wo der milde Weinbrunnen am besten vertragen wird,Welcher wegen der geringen Menge an Saizen und des massigenGehalte an Kohlensäure, die während des Trinkens nicht entweicht,«in wahrhaft stärkendes Eisenwasser ist.

Von grosser Wichtigkeit sind hier die Bäder, doch dürfen sie°icht zu heisa genommen werden und bei reizbaren Individuen,