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Handbuch der Balneotherapie : practischer Leitfaden bei Verordnung der Mineralquellen, Molken, Seebäder, climatischen Kurorte &c.
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Krankheiten des Digestionsapparats.

ter atonischer Verdauungsschwäche leiden, viele Jahre hindurch einesehr schwelgerische Lebensweise geführt hatten, und bei denengleichzeitig eine Reizung der Schleimhaut des Duodenums und derGallengänge stattfindet.

Im Badehause befinden sich 80 Cabinette, doch beginnen dieBadestunden schon um 3 Uhr Morgens wegen des bedeutenden An-dranges. Nach dem Bade wird gewöhnlich getrunken in Pausen voneiner halben Stunde. Um 10 Uhr geben die Glocken in allen Gast-höfen das Zeichen zum Frühstück. Zu empfehlen sind Hotel deParis, Hotel de Cornil, Guillermen.

Man fährt auf der Eisenbahn von Lyon nach Roanne und vondort nach dem Kurorte.

Badeärzte sind Dr. Durand-Fardel, Dr. Barthez.

An diese Natronthermen reihen sich der alcalische muriatischeeisenfreie Säuerling zu Sinzig (s. S. 323) und der alcalische natron-haltige Säuerling von Gieshübel (Rodisfurter) bei Karlsbad (s.S. 240). Sie wirken säuretilgend, regen die Schleimhaut des Magenszu bedeutender Secretion an und verdünnen deren Secret; ebensotritt auch ihre Wirkung auf die Schleimhaut des Darmkanals, diedrüsigen Organe, das Blut und die Secretionen und Excretionendeutlieh hervor.

Beide eignen sich besonders für sensible, empfindliche, zarte In-dividuen. Letzteren lässt man nur in kleinen Portionen und länge-ren Zwischenräumen zu | bis \ Seidel alle halbe Stunde trinken.Meist reichen 3 oder 4 solcher Portionen hin. Gewöhnlich wird ererwärmt oder mit Milch oder Molken versetzt, noch besser ver-tragen.

Sehr zu empfehlen ist hier auch der Biliner Säuerling (s.S. 239), besonders wegen seines geringen Gehalts an Eisen. M;mlasse nur kleinere Quantitäten aber längere Zeit hindurch trinkenund wenn das kalte Wasser nicht Vertragen wird, dasselbe erwär-men, oder etwas Fleischbrühe oder Milch hinzusetzen. Ist 8 bis12 T;ige laug diese Vorsicht beobachtet worden, so verträgt derKranke gewöhnlich den Säuerling allein. . Da das versandte Was-ser sich sehr gut hält, so kann dasselbe viele Wochen hindurch ge-trunken werden.

Ihm analog in der Wirkung sind das Geilnauer Wasser (s.S. 240), welches jedoch bei einer geringeren Menge kohlensaurenNatrons mehr Eisenoxydul enthält, ferner die Quellen von Fachin-gen (s. S. 238), die sehr reich an kohlensaurem Natron sind, aber

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