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Handbuch der Balneotherapie : practischer Leitfaden bei Verordnung der Mineralquellen, Molken, Seebäder, climatischen Kurorte &c.
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Folliculöse Erkrankung der Laryngealsctüeimhaut.

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darbietet, nach Nauheim, Oeynhausen (mit seiner bedeutendenSaline Neusalzwerk) oder nach Achselmannstein bei Relchen-ball in Baiem, WO den Kranken vorzugsweise der Spaziergang aufder erhöhten Gallerie der zwei anteren Gradirhäuser zu empfehlenist, weil jene sich 18 Fuss über dem Erdboden befindet; oder schickesie an die Meeresküste und empfehle ihnen fleissig am Strande, be-sonders bei bewegter See, umherzuwandeln. An grossen Gradirwer-ken wird ein Geruch nach Jod deutlich wahrgenommen. Ich selbstbalie nach längeren) Umherwandeln an den Salinen in Kreuznacheinen starken Salzgeschmack von den sich auf den Lippen nieder-schlagenden Salztheilchen verspürt. In Elmen soll ein Geruch statt-finden, wie am Meeresstrande, wo täglich 2j Mill. Quart Soole ver-dunsten. Ein eigenthümlicher Geruch der Meeresluft lässt sich nichtableugnen, obwohl er nicht mit Bestimmtheit von Chlor, Jod oderBrom hergeleitet werden kann. Viele Chemiker haben aber dieSalzsäure im Seedunst kreise theils durch Reagentien, theils selbst, indeutlicher Menge dargestellt. Man leitet sie wolil mit Recht vondem sich leicht zersetzenden Chlormagnesium ab.

In Kreuznach ist beim neuerbauten Hauptbrunnen zu Münsteram Stein ein eigenes Sooldunstcabinet eingerichtet, in welchemdas Soolwasser auf künstliche Weise staubförmig verbreitet wird.Die Kranken können hier auf bequemen Sitzen mehrere Stundenverweilen und die Einathmung vornehmen, ohne durch den Wechselder Witterung, Luftzug u. s. w. belästigt zu werden.

b. Die warmen, sich aus den Sudpfannen entwickelndenDunstbäder finden mehr ihre Anwendung bei höherem Grade vonReizung und entzündlicher Stase, indem sie weniger irritirend, mehrerschlaffend wirken. Es wird nämlich bei dem Abdampfungsprocesseder Soole mit den Wasserdämpfen ein Theil der Salze mit Portgeris-sen, deren Menge verschieden ist, je nach dem höheren oder niede-ren Grade der Feuerung und dem dadurch hervorgerufenen mehroder minder lebhaften Aufkochen der Flüssigkeit. Ebenso verliertder Salzgehalt der Dämpfe nach dem temporären Procentgehalte derSoole; im Anfange des Sieden» ist die Soole schwächer an Salzenund die Dämpfe werden selbst bei lebhaftem Kochen eine geringereMenge Salze fortführen können als einige Tage später, wenn bereitsder Krystallisationsprocess begonnen hat. Hieraus erklären sich diegrossen Abweichungen über den Salzgehalt der Siededämpfe. DieDämpfe bei der Saline Münster am Stein in Kreuznach, die aus deraufkochendes Soole etwa 4 Fuss höher über dem Niveau der