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Handbuch der Balneotherapie : practischer Leitfaden bei Verordnung der Mineralquellen, Molken, Seebäder, climatischen Kurorte &c.
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Scrophulosis.

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at) er kein Chlorcalcium enthalten und daher in einen) innigeren Ver-lu 'tnisse zum vegetativen Leben in seinen verschiedenen RiehtungenStehen.

a. In den Fällen, wo sich die scrophulöse Dyscrasie noch inseinem Gebilde Localisir! hat, keine Anschwellungen und Verhärtun-gen der Drüsen oder anderer Organe vorhanden sind, sondern sichWos durch den oben geschilderten Habitus kundgiebt, und bei derto rpiden Form thut der Arzt wohl, einen Aufenthalt am Mee-re sstrande und anfangs warme Seebäder, später, wenn die Kräfte^genommen haben, Räder in der See selbst zu verordnen. Es giebtke in Mittel, welches die Reproduction in solchem Maasse fördert und<1;| s darniederliegende Nervenleben hebt, als die .Seeluft, ohne demKörper fremdartige Substanzen zuzuführen. Hier ist besonders einlängerer Aufenthalt im Winter in Nizza sehr zu empfehlen.

Es sind gewöhnlich Kinder oder jugendliche Individuen vonschwächlicher, lymphatischer Constitution, bei denen sich durch dieunreine, verdorbene Luft volkreicher Städte, schlechte, unzureichende'ehlerhafte Nahrung, sitzende Lebensweise, übermässige geistige An-strengung, bei erblicher Anlage zur Scrophulosis, ein cachectischerZustand ausgebildet hat.

Die frische, reine und belebende Seeluft, der stärkere Lichtreflexarn Meeresstrande, die Bewegung, die Befreiung von geistigen Arbei-ten verleihen dem Organismus neue Energie und bewirken eine kräf-t'ge Beschleunigung des Stoffwechsels. Die Gesichtsfarbe nimmt eingesundes Aussehen an, die Verdauung erfolgt leichter, die MuskelnVerden fester, die Ernährung nimmt zu, und Kinder, die missmüthig,apathisch, theilnahmlos waren, werden heiter und nehmen an Spielenu "d geselligen Vergnügungen Theil.

Wenn es angeht, lasse man die Patienten so lange als möglichltl der heilkräftigen Atmosphäre verweilen, damit der Organismusgehörig gekräftigt und Rückfälle, die nach der Rückkehr in die Hei-math leicht, eintrete», verhütet werden.

Wiewohl selbst bei Kindern von 2 bis 3 Jahren die kalten^ebäder ohne Nachtheil in Gebrauch gezogen werden können, so^ lr d es doch in manchen Fällen gerathener sein, anfangs warme8 *ebäd«r zu 2425° R. nehmen zu lassen.

Die Dauer des Aufenthalts im Bade lasse man bei kleinen Kin-

( ' >n > nach und nach von 15 bis auf 30 Minuten, bei alleren von 20

18 auf 45 Minuten verlängern. Später gehe man zu flüchtigem Un-

er tauchen in die See über, worauf die Haut stark frottirt werden muss.