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Handbuch der Balneotherapie : practischer Leitfaden bei Verordnung der Mineralquellen, Molken, Seebäder, climatischen Kurorte &c.
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Störungen der Blutmischung.

Mittel, und ordnet eine zweckmässige Diät an; ist, endlich die krank-hafte Säftemischung beseitigt, so muss die gesunkene Thätigkeit allerVerrichtungen durch den Gebrauch der Stahlwasser und Seebädergehoben werden, indem dadurch der Dyscrasie der Boden, auf demsie immer wieder von neuem emporwuchern kann, entzogen wird.

Alle therapeutischen Mittel werden aber erfolglos bleiben, wenn nichtzugleich die Diät, zweckentsprechend verändert wird; solche Krankemüssen nicht allein milde, leicht verdauliche Nahrungsstoffe geniessen,sondern auch in eine reine, gesunde Atmosphäre versetzt werden.Diesen Indicationen wird aber ebenfalls Genüge geleistet, sobald dieKranken sich zum Gebrauch der Soolbäder in einer reinen, kräftigen-den, massig feuchten Luft aufhalten, sich fleissige Bewegung machenund nur die bei der Kur erlaubten Nahrungsmittel geniessen. Mansende daher serophulöse Individuen entweder nach einem 8 eeba d e,welches freundlich gelegen und gegen bedeutende Witterungswechselgeschützt ist, am besten in die Seebäder des mittelländischen Meeresoder in ein hochgelegenes, gegen rauhe Winde geschütztes und einesmüden Chinas sich erfreuendes Soolbad, am besten in einer Ge-birgsgegend, WO aber ein bedeutendes Gradirwerk oder Sudhäuservorhanden sind, damit die Kranken sich fortwährend in einer mitdem Sooldunste oder den Sooldämpl'en geschwängerten Atmosphärebefinden.

Die gewöhnlichste Anwendungsweise der Kochsalzwasser ist diedes Bades. Es wirkt vorzugsweise durch Beizung der Haut, wo-durch die Ausscheidungen und dadurch der Stoffwechsel befördertwerden. Die Soolbäder besitzen aber nach L. Lehmann die Eigen-thümlichkeit, dass sie die Ausscheidung der phosphorsaurenKalkerde und der Harnsäure hemmen, was hier von hoher Bedeu-tung ist, und die Stoffmetamorphose in der Weise steigern, dasszuletzt die Anbildung die Rückbildung bei weitem übertrifft. Des-halb eignen sie sich ganz besonders in der Serophulöse, wo StetsStörungen in der Ernährung und Oligämie Stattfinden. Von wesent-lichem Belange ist sowohl die Temperatur des Bades, die mich denverschiedenen Graden der Krankheit, höher oder niedriger bestimmtwerden muss, wie auch der Gehalt an Chlormetallen und Kohlen-säure.

Die Deformitäten in den Haut- und den muskulösen Gebildenfinden in den Douche d em ein wirksames Heilmittel, indem diesezugleich kräftig dynamisch, chemisch und mechanisch einwirken. DerStOBS, welchen eine von einer bedeutenden Höhe herabfallende Was-