im Allgemeinen.
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thätigen Wirkungen des Brunnens gepriesen. Jedoch muss ich ent-schieden derartige Criseu leugnen; vielmehr scheinen nur solcheZufälle durch 1 Bitfelder, Erkältungen und Ahweichuugen von denvorgeschriebenen Verhaltangsregeln zu entstehen, in ftie SM» dieKranken in den ersten Wochen eher zu fügen pflegen. Belege hie-für konnte ich aus eigener Beobachtung in grosser Menge liefern;so erklärte ein erfahrener Badearzt eine solche Indigestion, die ichmir während des Gebrauchs der Karlshader Thermen durch einengroben Diätfehler zugezogen, für eine. Crise, ehe er die Ursache derZufälle erfahre» hatte.
Was die Wirkungen der Bäder anbelangt, so weisen die exaetenVersuche der neuesten Zeit nach, dass keine oder doch nur eine sehrunbedeutende Resorption der im Wasser enthaltenen Bestandtheiledurch die Haut Stattfindet. Hieraus zu schliessen, dass nach sehrlange fortgesetztem Baden nichts aufgenommen werde, widersprichtden physiologisch -physikalischen Gesetzen und ist auch durch dasExperiment noch nicht erwiesen. Wir schliessen uns in dieser Beziehung der Ansicht Beneke's and Lehmann'-s an. die das Gesetz
der Endosmose und Kxosmose auch auf die Haut des lebenden Orga-nismus angewendet wissen Wollen. Die Haut, eine thierische Mem-bran, trennt nämlich das Blut von der Badeflüssigkeii. da nun aberder Salzgehalt der Blutflüssigkeit entweder geringer oder grösser istals der des Bades, so wird eine Ausgleichung auf endostnotischemund exosmotischem Wege Stattfinden. Der Badende pflegt aber, bevordiese Ausgleichung geschehen kann, das Bad zu verlassen, darausfolgt aber noch nicht, dass die einmal eingeleitete Tendenz zur Dif-fusion spurlos vorübergehen müsse; vielmehr ist es weit wahrschein-licher, dass der Drang des Bluts nach der Peripherie in derselbenein erhöhteres Beben durch Steigerung des Säflcnndratiges erzeugt,deren Folge eine vermehrte Ausscheidung durch die Haut is1.
Von weit grösserem Belange scheint uns aber beim Baden dieAufnahme wirksamer Stoffe durch die Lungen zu sein, worauf Lösch -ner zuerst aufmerksam gemacht hat; dafür dienen am besten diemächtigen Wirkungen durch Dampfbäder als Belege, wo durch dieHaut fast gar keine Aufnahme von Stoffen stattfindet. Auf dieselbeWeise dürfen wir vielleicht die bisher in tiefes Dunkel gehüllte Wir-kung der indifferenten Thermen erklären, die lediglich auf t\vv Inha-lation einer grösseren Menge Stickstoff und zwar wahrscheinlich des■Stickstoffoxydulgases, dessen Kinlluss auf das Nerven- und Blut-system allgemein bekannt ist, zu beruhen scheint.