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Uelier Brunnenkuren
zu bestimmen, wieviel Dosen des anzuwendenden Mittels zur Her-Stellung genügen werden, und in Betreff der Brunnen- und Badekur
können wir uns nicht von dem all hergebrachten Schlendrian eines
drei-, vier- oder seehswöcheiillichen Termins der Kur frei machen!
Der Arzt uiuss daher den Kranken darüber aufklären, das« er
nicht im Stande sei. mit (»ewissheit vornuszubestimmen. wie lange erseine, Kur fortsetzen müsse, und dass dies von Umständet] abhänge,die während der Kur selbst einträten und von dem Badeärzte regu-lirt werden müssten. Vor allem alier bemühe er sieh, ihm klar dar-zulegen, wie gefahrbringend die Ansieht sei: „Viel helfe Viel," unddurch Vermehrung der Becherzahl oder den Genuss der doppeltenQuantität an einem 'Tage könne er die Zeil der Brunnenkur abkürzen.Kaum sollte man glauben, dass solche lächerliche Ansichten noch inunseren aufgeklärten Zeiten Wurzel fassen könnten, und dennochhabe ich leider sehr oft Gelegenheit gehabt, Heispiele der Art anallen Quellen anzutreffen.
Wo eine mehrmonntliehe Trink- und Badekur nothwendig er-scheint., lasse man den Krankem, da et* ja auch oft die Verhältnissenicht gestatten, eine zweite Badereise zu unternehmen, eine odermehrere Wochen pansiren und dann von neuem beginnen oder ab-wechselnd mit den Dosen steigen und fallen. Schon der längere.Aufenthalt in einer Gebirgsgegend; die fortgesetzte Steigerung desStoffwechsels, haben eine durchgreifendere, nachhaltigere Wirkungzur Folge.
Das abendliehe Trinken sollte sich darauf beschränken, dass,wo es nothwendig erscheint, ein oder zwei Gläser eine oder zweiStunden vor dem Abendessen getrunken werden. Dagegen scheintes mir ganz zweckmässig, im Laufe des Tages kleine Dosen desMineralwassers, z. Bj alle zwei oder drei Stunden einen ganzen oderhalben Becher Irinken zu lassen, wenn der Magen eine grössereQuantität am Molgen nicht Verträgt. Sollte diese. Methode, der wir
eine allgemeine Verbreitung wünschen, nicht in den meisten Fällengünstige Erfolge liefern? So wie wir unsere Arzneimittel stündlichoder zweistündlich nehmen lassen, so ist meiner Ansicht nach keinGrand vorhanden, mit einem Mineralwasser nicht auf gleiche Weisezu verfahren.
Nicht selten werden Durchfälle. Erbrechen und Symptom« eines(laslricismus, die sich nicht selten nach dem mehrwöchentlichen Ge-brauche der Mineralwasser einstellen, von den Badeärzten für kri-tische Erscheinungen angesehen, und den Kranken als die wohl-