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Handbuch der Balneotherapie : practischer Leitfaden bei Verordnung der Mineralquellen, Molken, Seebäder, climatischen Kurorte &c.
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im Allgemeinen. 7

Jahreszeit unternommene Brunnenkur »erlangt zwar eine grössereVorsicht von Seiten des Arztes und des Kranken, aber diese Rück-sicht fordert dann auch jedes andere Verfahren während einer Kur.Der Kranke nmss eine der Jahreszeit angemessene Kleidüng "wählen,und da er sich nach dem Trinket! im Freien nicht bewegen kann,uut kiemereu Quantitäten beginnen, langsam und Vorsichtig steigen,'las l'Yuhstück erst längere Zeit: naeh dem Genüsse des letzten Gla-ses einnehmen und erst mehrere Stunden naeh demselben baden.

Die Kader im Winter verlangen keine höhere Temperatur als imSmiimer. Soll die I lautthätigkeit. angeregt werden, SO lege sich derKranke einige Zeit ins Bett. Während der wärmeren Stunden nmsser sieh Bewegung im Freien machen und zwar an solchen Orten, diegegen kalte Winde geschützt sind.

Oft, ist eine Entfernung vom heimalhliehen lleerde auf mehrereMonate und selbst Jahre, und der Aufenthalt in einem milden, war-men Himmelsstriche das einzige Mittel, eine Krankheit in ihrem Ver-laufe aufzuhalten, oder eine günstige Wendung herbeizuführen. Werwurde dann zögern, dem Käthe seines Arztes Folge zu leisten, wennihm derselbe die Gründe seiner Verordnung und die crspriesslichciiFolgen einleuchtend auseinandersetzt?

Wenn viele Aerzte aber der Ansieht sind, dass sie ihre Krankenin allen Fällen nach sehr entfernten Gegenden über die Alpen oderdas .Meersenden müsslen, um die erwünschten Zwecke zu erreichen,so belinden sie sich im Irrlhume, denn wir besitzen auch in Deutsch-land viele Orte, die sich für Sieehe und zumal Lungenkranke zueinem Wiuteraufcnthalte eignen. Wie selten gestatten es aber auchdie. Vermögensumstände oder andere sociale Verhältnisse des Patien-ten, grössere Reisen nach Italien. Frankreich. Nizza u. s. w. zu un-ternehmen, und dann ist auch wohl zu bedenken, dass au den mei-sten dieser Orte die Einrichtungen, die Wohnungen und Zubereitungder Speisen nicht so beschaffen sind, wie es für schwer Leidende er-forderlich ist. Wer dabei nicht die Mittel besitzt, sich alle Bequem-lichkeiten zu verschaffen, wer nicht. Diener und Koch als .Begleitungmit sich führen kann, lasse, sieh lieber in Deutschland oder in derSchweiz an einem der Orte nieder, ,. u |»i plus tepeanl hiemes. ubigratior aura."

Erfordernisse für einen passenden Winteraufenthalt sind aber':

eine gegen die Nord- und Ostwinde geschützte Lage, ein tiefer Ba-rometer- und hoher mittlerer Thermometerstand und ein allmäliger

l ebergang einer Jahreszeit, in die andere. Dem Kranken muss be-