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1 (1815)
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TILLA PARVIFOLIA.

Aussät: Das Aussäen kann im Herbste oder auch im Frühjahre geschehen.

Durch Ableger ist die Vermehrung schwierig.Höhe: Dieser liegende Strauch erreicht eine Länge von vier bis fünf

Zoll.Alter: Acht bis zehn Jahr.Nutzen: Von diesem liegenden, bei uns an steinigen, schattigen Orten im

Freien ausdauernden, sehr netten, kleinen Strauche ist kein besondrer

Nutzen bekannt.

ErJilärung der Kupfertafel.Tai. 105. Ein blühender Zweig in natürlicher Grofse. a) Der Kelch mit dem Befruch-tungsboden, auf welchem noch einige Samen sich befinden, in natürlicher Grofse,b~) ein Same, der Quere irach cUuchschiütten aira vtjgioofcji.

DREIZEHNTE KLASSE. POLYANDMA.

Erste Ordnung. JMojwgynla.37. T I L I A. LINDE.

Gattungs-Charakter: Der Kelch fünftheilig. Die Blumenhrone fünfblaltrig.Die Kapsel steinfruchtartig *) fünffächrig, vier Fächer aber verwer-fend, einsamig, an der Basis in fünf Klappen theilbar.

') Ich nenne die Fruclithülle der Linde eine steinfruchtartige Kapsel (Capsula drupacea), weilsie zur gewöhnlichen Kapsel sich gerade so verhält, wie das steinfi uchtartige Sehütchenzum gewöhnlichen Schöichen, Untersucht man die Fruchthülle der Limle im frischen Zu-stande, so findet man bei den verschiedeneu Arten der Linde unter einer mehr oder weni-ger starken grünen Haut eine Schale von holziger Substanz, die durch Nahte in Klappeneingetheilt ist, jedoch nicht von seihst aufspringen kann, weil die darüber liegende Hautes nicht zuläfst. Drückt man diese Fruchthülie aber an der Basis, so springt sie daselbstauf; und dies geschieht auch, wenn der Same anfängt zu keimen, wo jene Haut verwit-tert ist, und der keimende Same nun die Klappen öffnen kann.