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1 (1815)
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PRUNUS MAHALEB.

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so wie die Blätter der lorbeerblättrigen Pilaume oder Lorbeerkirsche (PrunusLauro - Cerasus), einen den bittern Mandeln ähnlichen Geruch von sich, vor-züglich aber die Rinde. Man benutzt daher jetzt die Rinde dieses Baumes,um aus ihr durch die Destillation ein Wasser zu bereiten, welches demLorbeerlürclnvasser, seinen Wirkungen nach, ganz gleich zu sein scheint,und in kleinen Gaben als Arzneimittel, in gröfsern aber als Gift betrach-tet werden mufs. Von mehrern Versuchen, die mit dem von der Rin-de der Vogel-Pflaume destilliiten Wasser, in Rücksicht seiner Wirkungin gröfsern Gaben als Gift, an Thieren gemacht wurden, und Avobei ichselbst zugegen war, will ich hier nur einen anführen, der hinreichenwird, seine schnell tüdtende Wirkung zu beweisen. Ein Hund vonkleiner Mittelgröfse bekam von diesem Wasser drei Quentchen, wor-auf er sogleich niederfiel, nach einigen Minuten sich nicht mehr rühr-te, obgleich das Herz bis zur zwölften Minute, in der er starb, nochschlug. Das Holz wird von den Drechslern zu verschiedenen Arbei-ten benutzt, so wie es auch die Büchsenschafter gebrauchen. Ausden reifen Früchten soll man in Schottland durch die Gährung einenangenehm schmeckenden Wein bereiten. Als Baum dient die Vogel-Pflaume zur Zierde in den Gärten und Lustgebüschen, und als Strauchkann sie in diesen auch als Unterholz, so wie auch überdies noch zuHecken benutzt werden,

Ej-klnrung der Kupfertafcl.Tab. 59. Ein blühender Zweig, a) Ein Zipfel des fünftheiligen Kelches, bis auf die Basisherausgeschnitten, auf welchem man die StaubgefaTse bemerkt, etwas vergrößert darge-stellt, b) Der Stempel von derselben Vergröfserung. c) Ein kleiner Zweig mit reifenFrüchten und d) eine Frucht der Queere nach aufgeschnitten in naturlicher GröTse.c) Ein Zweig mit Knospen.

Co. Prunus Mahnleb. Mahaleb-Pflaume.

Kennzeichen: Die Blätter eirund, oft beinahe herzförmig, zugespitzt, am Ran-