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1 (1815)
Entstehung
Seite
80
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PRUNUS MAHAXEB.

de sägenartig, auf der untern Flache blasser und an der Mittelrippevon der Basis bis zur Hälfte mit krausen, feinen Haaren besetzt. DieBlattstiele fein behaart, auf der untern Fläche mit vielen zusammenflie-fsenden Drüsen begabt. Die Blumen in aufrechten Doldentrauben anden Spitzen der jungen Zweig*.

Benennungen: Mahalebkirsche, wohlriechende Kirsche, Tintenbeeren, Stein-weichsel, St. Gregoriusholz, Mayalep.

Vaterland: Die gebirgigen Gegenden Deutschlands, Ostreichs und der Schweiz.

Boden: Kommt in jedem Boden fort.

Blüthc und Frucht: Die Blumen brechen Ausgangs des Aprils und im An-fange des Mais hervor, und die Früchte reifen im Julius.

Aussaat: Das Aussäen geschieht wie bei der vorhergehenden Art im Herb-ste. Sonst vermehrt man diesen Strauch, der nur selten als Baum vor-kommt, auch noch durch Ableger, so wie auch durch Oculiren undPfropfen auf den Stamm der Vogel - Pflaume (Prunus Padus).

Höhe: Wildwachsend findet man diesen Strauch selten hoher als sechs Fufs;in unsern Gärten hingegen erreicht er eine Höhe von acht bis zehn Fufs.

Jlter: Dreifsig bis fünfzig Jahr.

Nutzen: Das Holz, welches eine bräunlich-röthliche Farbe hat, ist unter demNamen St. Lucienholz bekannt, und zwar hat es diesen Namen dahererhalten, weil dieser Baum oder Strauch bei dem Kloster St. Lucie, wel-ches im Herzogthum Baar, nahe bei der Stadt Michel liegt, sehr häufigwächst. Haller ist der Meinung, dafs diese Holzart vielleicht mit demGreroriusholze einerlei sei, welches die Spanier als ein Mittel widerdie Wuth sehr hoch schätzen. ]3ie Tischler bedienen sich des Hol-zes der Mahaleb-Pflaume zu ausgelegten Arbeiten, und am Rhein machtman Weinpfähle davon, die in Fiücksicht ihrer Dauer in der Erde, vorallen übrigen, aus andern Holzarten verfertigten, den Vorzug habensollen. Die Blätter sollen nach Ehrharts Erfahrungen statt des chine-sischen