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Zoologie 3 (1882) Amphibien
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AMPHIBIEN. PH0L1D0TA.

ist sogleich durch einen ganz anderen Habitus, den viel platteren Kopf und die vielfeinere Beschuppung zu unterscheiden. Dagegen findet sich an der Westküste Africas,bei Otjimbingue im Hererolande eine Art oder Varietät, A. infralineata Peters, welche,abgesehen von der eigenthümlichen linienförmigen Zeichnung der Bauchseite und deretwas verschiedenen Zeichnung des Rückens im Jugendzustand, ich nicht von ihr zuunterscheiden weiss. A. caelaticeps Smith, welche ich aus eigener Anschauung nichtkenne, hat eine die dritte weit überragende vierte Hinterzehe und die Schuppen desVorderkopfes eigenthümlich radial gestreift.

Lacertae.

Lacerta, Ouvier.

Lacerta tessellata, Smith.

1838. Lacerta tessellata, livida et elegans, Smith, Magaz. Nat. Hist. new ser. II. p. 92.

1839. Lacerta tessellata, Dumeril et Bibron, Erp. gen. V. p. 244.

1845. Nucras tessellata, Gray, Catalogue of the specimens of Lizards. p. 33.

1854. Lacerta Delalandn, Peters, Bericht d. Kgl. Akad. d. Wissensch. Berlin, p. 616.

1864. Teira ornata, Gray, Proceed. Zoolog. Society. London, p. 58.

Von dieser schönen Eidechse, welche sich wesentlich, wie Dumeril et Bibron an-führen, von L. Delalandn nur durch die etwas grössere Länge der Gliedmafsen unterschei-det, kamen mir zwei Farbenvarietäten vor, die mit keiner der beschriebenen ganz über-einstimmen. Smith und Gray geben in ihrer Beschreibung sechs, Dumeril et Bibronacht Längsreihen von Bauchschuppen an, ein Widerspruch, der sich dadurch erklärt,dass von den ersteren die äusserste unvollkommnere Reihe kleinerer Schuppen nichtmitgezählt worden ist.

Die erste Farbenvarietät, welche sich der Variete c. Dumeril et Bibron am näch-sten anschliesst und welche von Gray als Teira ornata kurz beschrieben ist, scheint vor-zugsweise den jüngeren Exemplaren zuzukommen. Auf dem braunen Rücken verlaufendrei deutliche weisse, schwarz gesäumte Längslinien, welche am Hinterhaupt entspringenund sich auf der Schwanzbasis verlieren. An jeder Körperseite befindet sich ausserdemnoch eine undeutlicher begrenzte.weisse Linie, welche den helleren unteren von dem mehrschwarzbraunen oberen Seitentheil trennt, der aber von den senkrechten weissen Quer-binden, welche die Kopf- und Körperseiten zieren, durchsetzt wird. Bei älteren Exem-plaren werden diese weissen Rückenlinien undeutlicher und es treten zwischen ihnen, sowie auf der oberen Seite des Schwanzes zerstreute schwarze Flecke auf, wie sie sich beider zweiten Varietät finden.

Bei dieser zweiten Varietät fehlen die weissen Längslinien gänzlich und der gelb-oder grünlichbraune Rücken und Schwanz ist dichter mit unregelmässigen, zuweilen