SAÜRL KIONOCRANIA. AGAMAE. AGAMA.
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Mitte des Rückens zieht sich eine breite von Zeit zu Zeit wellenförmig erweiterte dunkeleingefasste Binde hin oder es treten paarige schwarze Flecke hervor, von denen daserste Paar auf dem Halse, vier Paar auf dem Körper und ein Paar auf der Basis desSchwanzes sich befinden, während der Schwanz mit schwarzen Querbinden geziert ist.Bei den Jungen sieht man dagegen, anstatt der hellen Längsbinde, sechs rundlich ovaleFlecke, welche jederseits schwarz eingefasst sind, an denselben Stellen, wo sich bei denälteren die paarigen schwarzen Flecke befinden. Das Unterkinn ist bei jungen Exem-plaren entweder gelb, schwarzpunktirt oder mit weissen Flecken auf schwarzblauemGrunde geziert, an der Brust und am Bauche findet sich auf gelbem Grunde eine dunkleFleckung oder Marmorirung, ähnlich wie bei A. Mspida. Am Kopfe junger Exemplareunterscheidet man mehr oder weniger deutlich einen Fleck auf dem Schnauzenende,eine erste Querbinde zwischen dem vorderen, eine zweite nach dem Occipitalschildewinklig gebogene zwischen dem hinteren Theil der Augen und zwei von dem hinterenAugenrande ausgehende Binden von rostbrauner Färbung. Der Farbenwechsel ist ebenso lebhaft wie bei der vorhergehenden Art.
Das Skelet stimmt in der Bildung mit dem der vorigen Art überein, abgesehen davon,dass das vorliegende Exemplar, ebenfalls das eines Männchens, sechs Schwanzwirbel weni-ger, statt 41 nur 35, hat, was aber sehr wohl individuell sein kann. Die Zahl der Pha-langen ist, wie bei der vorigen Art, an der vorderen und hinteren Extremität von der1. bis 5. Zehe: 2, 3, 4, 5, 3.
Auch die Eingeweide sind denen der vorigen Art sehr ähnlich, nur erscheint derBlinddarm etwas länger und mehr zugespitzt. Der Magen war angefüllt mit zerbröckel-ten Stücken von Coleopteren, Orthopteren und Hymenopteren.
Totallänge eines Männchens 247 mm; Kopflänge 24,5 mm; Kopfbreite 21 mm;Kopf höhe 14 mm; Schnauze bis After 92 mm; Schwanzlänge 155 mm; Vorderextremität45 mm; Hand mit 4. Finger 15 mm; Hinterextremität 57 mm; Fuss mit 4. Zehe 22 mm.
Diese Art ist mir nur in ebenen waldigen Gegenden in Rios de Sena, bei SenaundTette, also nur im Innern des Landes vorgekommen, wo sie von den Eingebornen„töque" genannt wird. Bianconi erhielt sie durch Fornasini aus Inhambane,wahrscheinlich aus dem Innern des Landes, da ich dieselbe niemals während eines mehr-monatlichen Aufenthalts in Inhambane gesehen habe und die Agamen zu denjenigenArten gehören, welche man nicht leicht übersehen kann.
Von den Arten mit heterogener Pholidosis und Büscheln stachelförmiger Schup-pen ist mit ihr am nächsten verwandt die A. Mspida Linnö (cf. Monatsberichte d. Kgl.Akad. d. Wissensch. Berlin. 1870. p. 112), welche sich aber, abgesehen davon, dass dieStachelschuppen meistens viel mehr entwickelt sind und die Zeichnung des RückensV förmige dunkle Querbinden zeigt, durch das merklich kleinere Trommelfell und diegrössere Zahl der Lippenschilder, 13 bis 15 jederseits, unterscheidet. A. atra Daudin