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Zoologie 3 (1882) Amphibien
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SAURI. KIONOCRANIA. AGAMAE. AGAMA.

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liehen Pförtner absetzt; der Dünndarm ist etwas länger als der Kopf und Körper zu-sammen und an der Übergangsstelle desselben in den Dickdarm befindet sich ein läng-lich taschenförmiger Blindsack. Die Leber ist in zwei Hauptlappen getheilt, der rechtegrössere trägt in einem Ausschnitt die rundliche Gallenblase und ist in eine lange Spitzeausgezogen. Die Milz ist länglich und sehr klein, das Pancreas ebenfalls sehr klein undgelappt. Die Nieren sind lang, dreieckig und hinten zugespitzt; die Harnblase ist langgestreckt. Die Hoden sind bohnenförmig, die Vasa deferentia sehr dick und gewunden.Ein Weibchen enthielt an jeder Seite im Eierstock drei sehr entwickelte, ein anderesjederseits sechs weniger entwickelte Eier.

Mafse eines ausgewachsenen Männchens: Totallänge 33 cm; Kopflänge 3 cm; Kopf-breite 21mm; Kopfhöhe 16mm; Schnauze bis After 115 mm; Schwanz 215mm; Vor-derextremität 52 mm; Hand mit 4. Finger 19 mm; Hinterextremität 70 mm; Fuss mit4. Zehe 30 mm.

Diese Eidechse fand ich nicht selten von Mossimböa bis Quellimane, nament-lich auch häufig auf der Halbinsel Cabaceira in ebener Gegend und in der Nähe vonCocospalmen. Sie lässt sich sehr nahe kommen und streckt dann den Kopf in die Höhe,wenn man sie aber erhaschen will, klettert sie mit ausserordentlicher Geschwindigkeitauf die Bäume. J. M. Hildebrandt fand an der Küste des Festlandes von Zanzibarein Exemplar, welches durch grössere Schuppen und stärkere Kielung der Bauchschup-pen verschieden schien und als A. carinwentris beschrieben wurde, aber nach genauererVergleichung nicht von der vorstehenden Art zu trennen ist.

Man findet auf dieser Agama oft eine eigentümliche, durch ihre scharlachrotheFärbung in die Augen springende und durch ihre breite flügeiförmige Körpergestalt aus-gezeichnete Acaridenart, welche ich als Pterygosoma Agamae beschrieben habe.

Diese Art stimmt im Habitus am meisten überein mit der asiatischen A. sangui-nolenta Pallas (A. aralensis Licht.), welche sich aber schon auf den ersten Blick durchdie grösseren Schuppen, eine verschiedene Zeichnung und die über die dritte sehr her-vorragende vierte Zehe auszeichnet.

Von den africanischen Arten mit homogener Beschuppung und stachelförmigenSchuppenbüscheln am Halse unterscheiden sich A. colonorum Dandin und A.occipitalis Grayaus West- und Nordafrica meist durch grössere Schuppen, die glatte Beschaffenheit derBauchschuppen und den Mangel eines Rückenkammes, A. congica Peters durch die-selben Merkmale, A. picticanda Peters aus Guinea und A. planiceps Peters aus demHererolande ausserdem durch den viel platteren Kopf und die längere Schnauze. Allediese Arten sind auch in der Jugend sehr verschieden gezeichnet.

Peters, Reise nach Mossambique. Amphibien.