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Zoologie 5 (1862) Insecten und Myriopoden
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ZOOLOGIE. INSECTEN.

ministra Drury. Stoll macht eine Noctua daraus, Boisduval und Guerin setzen siezu den Chelonien, doch spricht ersterer in Delegorgues Reise die Vermuthung aus, dafssie vielleicht auch zu den Notodontiden gehören könne, ohne jedoch anzuführen, dafs seineChelonia evidens als Männchen dazu gehöre. Walker versetzt sie in zwei Genera, dasMännchen in seine Gattung Bizone, das Weibchen in Ovios, wo er irrthümlich die Exemplaremit stark sichtbarer dunkler Querbinde auf der graubraunen Oberseite der Hinterflügel für dieMännchen, diejenigen aber, wo dieselbe oberwärts nicht sichtbar ist, für die Weibchen ausgiebt.Letztere sind nämlich nur eine öfter vorkommende, weibliche Abänderung, denn die Hinterflügeldes Männchens sind schneeweifs mit Perlglanz, auf der Oberseite einfarbig, auf der unteren amVorderrande mit einem kleinen schwarzen Fleckchen bezeichnet. In diese kleine Galtung Diaphone,der der Hübner sehe Name verbleiben mag, da die beiden nicht dazu gehörigen europäischenArten: Crataegi und Populi von Stephens in seine Gallungen Trichiura und Poecilo-campa versetzt worden sind, gehört als zweite sehr nahe verwandte capensische Art CramersEumela, die auf der Unterseite des Körpers, der Füfse und der Flügel ganz weife sein soll.Ein schönes Pärchen von Mossambique weicht von unseren übrigen Exemplaren ausdem Caffernlande mehrfach ab: die beiden mittleren schwarzen Querslriemen der Oberflügelverlaufen mehr parallel, d. h. der obere Winkel der äufseren Querstrieme tritt viel wenigernach aufsen vor und am Innenrande des Flügels nähern sich beide Striemen nicht so stark,als dies bei den»gewöhnlichen Exemplaren der Fall ist, auch sind beide Striemen gerade,oder fast gerade, während sie sich bei den Gaffern sehr gewellt und gezähnt zeigen. Derpurpurrothe, nierenförmige Mittelfleck ist gröfser, beim Männchen ganz, beim Weibchen fastganz in den Winkel der Aufsenslrieme hineingeschoben; bei den gewöhnlichen Exemplarenliegt er ziemlich weit davon entfernt. Endlich sind die Franzen der Oberflügel beim Männcheneinfarbig ochergelb, beim Weibchen dicht an ihrer Wurzel in den Zwischenräumen der Adernmit sehr kleinen schwarzen Punkten besetzt, welche also nicht, wie bei den Gaffern, dieFranzen ganz durchziehen und dieselben gelb und schwarz gescheckt erscheinen lassen.

Aganais, Boisduval.

Aganais Aphidas, nova spec.Tafel XXVIII. Fig. 8.A. alis anticis flavescenti-einer eis alba venosis, basi alarumque dimidio costali basalituteis nigra -punetatis; posticis tuleis. Exp. alar. ant. lin. 27.

Aganais Aphidas. Hopffer, Monatsberichte d. Königl. Akad. d. Wissensch. zu Berlin. 1857. p. 422.

Die Art gleicht sehr dem ostindischen Alciphron Cram. (2C2 A.B.), welcher sich je-doch durch die schwarzen Flecke der Unlerflügel, den verschieden gefärbten und gezeichnetenBasalfleck der Vorderflügel und den Mangel der schwarzen Längslinien an den Beinen, welchenur solche Punkte am Ende der Schenkel und Schienen haben, unterscheidet, Fühler schwarz.