Druckschrift 
Zoologie 5 (1862) Insecten und Myriopoden
Entstehung
Seite
431
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

LEPIDOPTERA. HETEROCERA.

431

Lacipa gracilis. Hopffer, Monatsberichte d. Königl. Akad. d. Wissensch. zu Berlin. 1857. p. 422.

Kopf und Palpen und die verhältnifsmäfsig kurzen Fühler ochergelb, letztere beim Männ-chen mit langen, beim Weibchen mit kurzen Kammzähnen besetzt; Oberseite des Thorax weife,die Schulterdecken und der Halskragen stark mit orangefarbenen Härchen gemischt; Hinterleibochergelb mit schwarzbraunen Querbinden, beim Männchen die Hinterflügellänge nicht erreichend,schlank, mit einem Haarbüschel an der Spitze, beim Weibchen mit einem breiten, hellbraunen,filzartigen Wulst, ähnlich wie bei Chrysorrhoea und Verwandten endigend. Unterseite desganzen Körpers nebst den Beinen ochergelb, letztere an der Innenseile der Schienen mit lan-gen weifsen Haaren bekleidet. Die Vorderflügel, beim Männchen 9, beim Weibchen 12 LinienAusmaafs hallend, sind oben weifs; über ihre Mitte ziehen zwei schmale, orangefarbene, demAufsenrande parallele Querbinden herab, von denen die innere in der Mittelzelle nach innengebrochen ist. Ein gleichfarbiger Fleck an der Basis der Costa bildet den Anfang einer drit-ten Querbinde. Kurz vor den Franzen zeigt sich eine Reihe von acht bis nenn schwarzenPunkten, ein zehnter steht in der Mitte auf der Querader der Mittelzelle und ein elfter inner-halb der gebrochenen Querbinde. Die Unterseite der Vorderflügel ist gelblich weifs und imganzen Discus mit groben braunen Schuppen dicht besetzt; die schwarzen Randpunkte zeigensich auch hier deutlich genug. Die Unlerflügel sind einfarbig hell ochergelb, vor dem Aufsen-rande ebenfalls mit schwarzen Punkten besetzt, von denen beim Männchen jedoch nur einigeim oberen Winkel sichtbar sind. Die Unterseite gleicht der oberen und zeichnet sich nurdurch einen schwarzen Fleck auf der Querader der Mittelzelle von der oberen aus. DieFranzen aller Flügel sind beim Männchen hell ochergelb, beim Weibchen gelblich weifs.Ein Pärchen von Tette.

:

Diaphone, Hübner.

Diaphone Sylviana, Stoli.Tafel XXVIII. Fig. G. 7.

Phalaena Noclua Sylviana. Stoll, p. 174. t. 40. f. 4. (Fem.)

Chelonia Stßviana. Boisduval, Voy. Delegorg. II. p. 598. (Fem.)

Ovios Sylviana (Sylvina). Walker, List Lep. Heteroc. III. p. 754. (Fem.)

Bombyx elegans. Fabricius, Ent. syst. III. 1. p. 443. n. 109. (Fem.)

Diaphone elegans. Hübner, Verz. p. 188. n. 1936. (Fem.)

Chelonia evidens. Boisduval, Guerin, Icon. Regne an. Insectes p. 513. pl. 88. f. 1. (Mas.)

Bizone evidens. Walker, List Heteroc. III. p. 551. (Mas.)

Var. ß. mossambicensis. Alae anticae strigis disci non aut vix undatis,fimbria ochracea maris unicolori, feminae nigra punctata.

Diese prachtvolle südafricanische, schon von Stoll bekannt gemachte Art ist vielfachverkannt worden, wie aus der obigen Synonymie hervorgeht. Sie gehört ohne Zweifel zuden Notodontiden und zwar in die Nähe von Phalera bucephala Lin. und Sericaria