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2 (1892)
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389
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Paialdehydum.

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darf, nach Zusatz 1 Tropfens Normal-Kalilauge, eine saure Reaktion nichtzeigen.

Vorsichtig und vor Licht geschützt aufzubewahren.

Grösste Einzelgabe 5,0 g. Grösste Tagesgabe 10,0g.

Geschichtliches. Die Bildung fester (polymerer) Modifikationen aus dem gewöhn-lichen Aldehyd wurde zuerst von Liebig beobachtet. Cervello empfahl 1883 denParaldehyd als Hypnoticum.

Chemie. Behandelt man den Aethylalkohol CH 3 . CH 2 OH mit Oxydations-mitteln, z. B. Kaliumpermanganat, Braunstein + Schwefelsäure, Kaliumbichromatund Schwefelsäure, so geht er in Aldehyd über:

H

CII.,C II

0;

H,0

+

C H 3 C r^---. q

OH ,

Aethylalkohol Aldehyd.

Der Aldehyd (gewöhnliche Aldehyd oder Acetaldehyd) ist eine farblose,leicht bewegliche, durchdringend riechende, bei + 21° siedende, in jedemMengenverhältuiss mit "Wasser mischbare Flüssigkeit, welche durch weitereOxydation in Essigsäure übergeht:

CH 3 C .;; /\ + 0 = C H 3 C ^ ,,

Aldehyd Essigsäure.

Der Aldehyd hat grosse Neigung, sich zu polymerisiren; behandelt manihn bei gewöhnlicher Temperatur mit kleinen Mengen couc. Schwefelsäure(oder Salzsäure H Cl, Phosgen CO Cl a , Schwefligsäure S0 2 , Zinkchlorid Zn Cl 9 ),so verwandelt er sich unter Selbsterwärmung in sein 3faches Polymeres, denParaldehyd:

3[C 2 H 4 0] = C 6 H 12 0 3

Aldehyd Paraldehyd.

Lässt man dagegen die genannten Agentien, Schwefelsäure etc. aufAldehyd einwirken, welcher auf 0° abgekühlt ist, so verwandelt derselbe sichnicht in Paraldehyd, sondern in den festen, krystallisirenden Metaldehyd,welchem gewöhnlich die versechsfachte Formel des Aldehydes, also C 12 H 24 0 6 ,zugeschrieben wird.

Paraldehyd sowohl wie Metaldehyd verhalten sich chemisch genau wie dergewöhnliche Aldehyd und können beide durch genügend hohe Erhitzung, auchschon durch Destillation mit verdünnter Schwefelsäure wieder in gewöhnlichenAldehyd zurückverwandelt werden.

Bezüglich der näheren Zusammensetzung des Paraldehydes stellt mau sichvor, dass 3 Mol. Aldehyd unter Auflösung der doppelten Bindungen sich zu einemMoleküle (Paraldehyd) vereinigen, etwa in folgender Weise:

CH,

H

O,

CH,

c = o

_________________ ■ <

I I

H H

3 Mol. Aldehyd

CH,

CH 3 -C-0

1 Mol. Paraldehyd