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Paraldehydum.
Würde man das Ceresin destilliren, so würde man allerdings Paraffin erhalten,allein ein solelies hat in Folge eingetretener chemischer Zersetzungen bei der Destillationeinen niedrigeren Schmelzpunkt als das angewendete Ceresin.
Eigenschaften. Das feste Paraffin bildet eine undurchsichtige, weisse,harte mikrokrystallinische Masse ohne Geruch und fast ohne Geschmack,welche bei 74—80° schmilzt und deren spez. Gewicht etwa 0,920—0,940 be-trägt Es ist in Wasser unlöslich, dagegen löslich in etwa 35 Tb, absolutemAlkohol, ferner leicht löslich in Aether, Amylalkohol, Benzin, Benzol Chloro-form Schwefelkohlenstoff, fetten und flüchtigen Oelen. Mit Wachs, Talg, Harz,Wallrath u a lässt es sieb zu gleichmässigen Gemischen zusammenschmelzen.Bei gewöhnlicher Temperatur ist es gegen ätzende Alkalien, sowie gegen conc.Schwefelsäure und Salpetersäure indifferent, bei höheren Temperaturen wird esvon den genannten Säuren angegriffen, von Salpetersäure z. ß. zu lettsaure;!oxydirt Chlor und Brom erzeugen in der Wärme gechlorte, bez. gebromte buo-stitutionsprodukte, Schwefel wirkt in der Hitze ziemlich leicht ein unter Ent-wickelung von sehr reinem Schwefelwasserstoff. Paraffin siedet nicht ohneVeränderung (siehe vorher) oberhalb 360°, bei öfterem Erhitzen au der Luftauf 150—200° zersetzt es sich unter Dunkelfärbung und Bildung riechender
Substanzen. , . _ ... ,
Seiner chemischen Zusammensetzung nach besteht es im Wesentlichen ausfesten Kohlenwasserstoffen der Methanreihe: Nonacosan C 29 H 60 , GerosanC„H„ Tj„„t,:,^nt^ C... TT.. Dotriacontan C„ H c «, Pentatnacontan
, Hentriacontan C 31 H 64 ,
C35H
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Prüfung. Wie unter Parafßnum liquidum angegeben.
Anwendung. Es findet in der Medicin hauptsächlich Anwendung zur Darstellungvon Unauentum Parafjim (siehe dieses), auch zu anderen Salben und zu Pflastern. Inder Technik ist es namentlich Material zur Kerzenfabnkahon und Wachsersatz.
Paraldehydum.
Paraldehyd; Paraldehyde.
Klare, farblose, neutrale oder doch nur sehr schwach sauer reagirendeFlüssigkeit von eigentümlich ätherischem, jedoch nicht stechendem Ge-rüche und brennend kühlendem Geschmacke. Paraldehyd zeigt einspez. Gewicht von 0,998. Bei starker Abkühlung erstarrt er zu einerkrystallinischen, bei ■+- 10,5° schmelzenden Masse. Er siedet bei 123bis 125°. Paraldehyd löst sich in 8,5 Theilen Wasser zu einer Flüssig-keit, die sich beim Erwärmen >übt. Mit Weingeist und Aether mischter sich in jedem Verhältnisse.
Durch starke Abkühlung fest geworden, schmelze Paraldehyd nichtunter ■+■ 10°. — 1 Theil desselben löse sich in 10 Theilen Wasser zueiner klaren, auch beim Stehen keine Oeltröpfchen abscheidendenFlüssigkeit, die, nach dem Ansäuern mit Salpetersäure, weder durchSilbernitrat-, noch durch Baryumnitratlösung verändert wird. Im Wasser-bade erhitzt, sei er flüchtig, ohne Hinterlassung eines unangenehmenGeruches. Eine Mischung aus 1 cem Paraldehyd und 1 cem Weingeist