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2 (1892)
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Kalium sulfuricum.

Geschichtliches. Die Bereitung des Kaliumsulfates beschrieb 1G34 OswaldKroll; derselbe nannte es Specificum Purgans Paracelsi und Tartarus vitriolatus. Glasernannte es Sal polyehrestum.

Vorkommen. Kaliumsulfat findet sich in vielen natürlichen Wassern (Mineral-wässern), im Meerwasser, in der Asche der Pflanzen, in kleinen Mengen auch im thierischenOrganismus. Wichtige, Kaliumsulfat enthaltende Mineralien sind: Schoenit K n S0 4 .MgS0 4 -f-GH 2 0, Kainit K 2 S0 4 .MgS0 4 . MgCI 2 + GH.,0, Polyhalit K 2 S0 4 .MgS0 4 .2[CaS0 4 ]+2H 2 0.

Darstellung - . Kleine Mengen Kaliumsulfat können zweckmässig durchNeutralisation von Kaliurncarbonat oder Kaliumbicarbonat mittels Schwefelsäure,dargestellt werden:

K 2 C0 3

+

H 2 S0 4 =

Kaliurn-

Schwefel-

carbonat

saure

H,0

C0 2

K s S0 4

Kalium-sulfat

(138) (98) (174).

Das im Handel vorkommende Kaliumsulfat wird in der Regel als Neben-oder Zwischenprodukt bei anderen chemischen Processen gewonnen, z. B. beider Darstellung der Salpetersäure aus Kalisalpeter, bei der Verarbeitung desChlorkaliums auf Pottasche u. s. w.

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ab cd

Fig 71.Hexagonale Prismen, rhombische Säule, Formen, in welchen Kaliumsulfat krystaliisirt.

Das im Handel als reines Salz bezeichnete Kaliumsulfat enthält kleinere odergrössere Mengen Natriumsulfat, vielleicht auch das Doppelsalz 3 (K 2 S0 4 ) + Na 2 S0 4 ,forner Kaliumchlorid, Natriumchlorid. Ist das Salz feucht oder schmutzig, so reinigtmau es durch Umkrystallisiren und verwirft die Mutterlaugen. Enthält es Salze derErden, so löst man das rohe Salz in 6 Th. kochendem Wasser, macht die Lösung mitgereinigter Pottasche schwach alkalisch und filtrirt dann noch kochendheiss. Sobalddas Colatorium mit Fliesspapiordecko sich mit einer Krystallrinde bedeckt und denDienst versagt, wird es in die kochende Salzlösung gethan und durch ein anderes er-setzt. Aus der gereinigten Lösung kann man entweder das Salz in grösseren Krystallenanschiessen lassen oder durch anhaltendes Umrühren der Lösung als ein Krystallmehlabsondern. Die letzten Mutterlaugen werden verworfen. Diese enthalten gemeiniglichGlaubersalz, Kaliumchlorid und andere verunreinigende Salze Die mit destill. Wasserabgewaschenen Krystalle werden getrocknet. Enthält des käufliche Salz Natriumsulfat,so versetzt man es mit einer entsprechenden Menge Kaliumchlorid und krystaliisirteinige Male um.

Eigenschaften. Kaliumsulfat krystaliisirt in wasserfreien, kurzen, luft-beständigen, farblosen, 4- und 6-seitigen Säulen, bei langsamer Krystallisation ausgrösseren Massen seiner Lösung in doppelt 6-seitigen Pyramiden. Gemeiniglichhängen die Krystalle in Rinden zusammen, welche beim Gegeneinanderschütteln fastwie Glasscherben klingen. Die Krystalle geben ein schneeweisses geruchlosesPulver. Der Geschmack ist etwas scharf, salzig und bitter. Die Krystalle habenein spez. Gewicht von 2,645. Nach Brandes lösen 100 Th. Wasser bei 4- 12,5° C.