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2 (1892)
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153
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Kalium sulfuratu

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Kaliumpermanganat ist besonders ein vorzüglicher Desodorans. Hauptanwendungfindet es bei übelriechenden Geschwüren und Ausflüssen aller Art, Foetor ox ore u. s. w.Man hüte sich, zu starke Lösungen zu benutzen! Innerlich ist es bei Diphtherie undDiabetes erfolglos versucht worden.

Lösungen von Kaliumpermanganat sind in (innaktinischen) Gelassen mit Glas-stopfen abzugeben. Zu Pillen wird Bolus alba als Constitutiens benutzt. Zum Anstossender Masse ist Lanolin oder Vaselin empfohlen worden. Lösungen des Kaliumperman-ganates zersetzen sich besonders unter dem Einflüsse des Sonnen- oder Tageslichtes.

Kalium sulfuratum.

Schwefelleber; Kalischwefelleber; Schwefelkalium; Kalium sulfuratum pro balneo;Hepar Sulfuris; Foie de soufre; Sulfure de potasse; Liver of sulphur.

1 Theil Schwefel und 2 Theile Pottasche werden gemischt undin einem geräumigen, bedeckten Gefässe so lange unter zeitweiligemUmrühren über gelindem Feuer erhitzt, bis die Masse aufhört zuschäumen, und eine Probe sich ohne Abscheidung von Schwefel inWasser löst. Die Masse wird sodann ausgegossen und nach dem Er-kalten zerstossen.

Leberbraune, später gelbgrüne Bruchstücke, welche schwach nachSchwefelwasserstoff riechen, an feuchter Luft zerfliessen und sich in'2 Theilen Wasser bis auf einen geringen Rückstand zu einer alkalischen,gelbgrünen, etwas trüben Flüssigkeit lösen.

Die wässerige Lösung (1=20), mit überschüssiger Essigsäure erhitzt,soll unter Abscheidung von Schwefel reichlich Schwefelwasserstoff ent-wickeln und ein Filtrat geben, welches nach dem Erkalten, auf Zusatzvon Weinsäurelösung, einen weissen, krystallinischen Niederschlagfallen lässt.

Geschichtliches. Schon Geber (im 8. Jahrh.) wusste, dass sich Schwefel in Kali-lauge löse. Albert v. Bollstüdt lehrte im 13. Jahrh. die Schwefelleber durch Zu-sammenschmelzen von Schwefel und Pottasche darstellen. Vauquelin (1817) undBerzelius erklärten den chemischen Vorgang der Schwefelleberbildung. 1850 wiesFabius nach, dass die alkalischen Schwefelverbindungen den stärksten Giften zugezähltwerden müssen.

Darstellung. Man unterscheidet eine reine und eine rohe Schwefelleber.Erstere wird höchst selten angewendet, so dass davon ein kleiner Vorrath von15—30 gr, in luftdicht verschlossener Flasche aufbewahrt, für mehrere Jahreausreicht. Zur Darstellung solcher kleinen Mengen schmilzt man in einemporzellanenen Kasseroi reinen Schwefel und reines Kaliumcarbonat, welche zueinem Pulver zusammengemischt sind. Die geschmolzene, leberfarbene Masse wirdmit einem Spatel aus Porzellan einige Male umgerührt, nach dem halben Erkaltenin einen etwas erwärmten Porzellanmörser, welcher mit eingefetteten Papiereausgerieben ist, gebracht und in diesem zu kleinen erbsengrossem Stückchenzerrieben, welche man sofort in trockene, 6—10 cem fassende Fläschchen, diemit Korkstopfen und Siegellack luftdicht verschlossen werden müssen, ein-schüttet.

Das rohe Schwefelkalium, die sog. Schwefelleber, wird in grösserenMengen zu Badezwecken verbraucht. Die Darstellung im pbarmaceutischen