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1 (1891)
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569
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Emplastra.

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hartem Holze, bei Zuhilfenahme von Wasser viel besser des nassen Porgamentpapieres.Um Stangen von möglichst gleicher Starke zu erzielen, wägt man bestimmte MengenPflastermasse ab und rollt diese Mengen zu einer bestimmten Länge aus. Um das An-kleben der Pflastermasse an das Brett zu verhindern, benetzt man das letztere bei derMehrzahl der Pflaster mit Wasser, bei einer Minderzahl reibt man es schwach mit Oelein. Zur Erleichterung der Arbeit des Ausrollens und um möglichst gleichmässigeStangen zu erhalten, benutzt man das sog. Rollbrett.

Die Arbeit des Ausrollens ist in der kühlen Jahreszeit eine leichtere als in derheissen, da während der ersteren die Stangen leichter ihre Form behalten. Generell istzu beachten, dass Glycerin enthaltende Pflaster schwieriger Stangenform bewahren alsglycerinfreie. Ebenso eignen sich wasserarme Pflaster besser zum Ausrollen als wasser-reiche.

Der Vorgang, dass ein ursprünglich sehr klebriges Pflaster allmählich eine zurAufbewahrung geeignete Form annimmt, beruht darauf, dass die äusseren Schichtennacli längerem Lagern wasserarm bez. wasserfrei werden und dann eine harte Hülseum den weichen Kern bilden.

Fig. 134. Pflastcrprcsse von K. Liebau-Chemnitz.

In neuerer Zeit stellt man Pflaster in Stangen mit Hülfe sog. Pflaster-pressen dar. Man erhält durch die letzteren gleichmässigere Stangen und spart er-heblich an Zeit. Selbstverständlich ist eine gewisse Routine in der Handhabung dieserApparate vorausgesetzt.

Solche Pflasterpressen werden u. A. von der Firma R. Liebau in Chemnitz fabricirt.Ihr Princip beruht darauf, dass mit Hülfe des Cylinders a ein aus wasserfreier Pflaster-masse bestehender Cylinder geformt und dieser dann in den Pressraum b eingesetztwird. Hat die Pflastermasse die geeignete Consistenz, so werden beim Anziehen derPresshebel durch die Oeffnungen Pflasterstangen herausgepresst. Das Gefäss C dientdazu, den Mantel des Presscylinders durch Zufluss von warmem Wasser entweder anzu-wärmen oder durch kaltes Wasser zu kühlen. Jeder Presse wird eine genaue Gebrauchs-anweisung beigegeben. Fig. 134.

Das Abtheilen der Pflasterstränge in gleich lange Stücke erfolgt entwederdurch Schneiden mit einem Messer unter rollender Bewegung oder mit einer Pflaster-theilmaschine Fig. 185. Der zu theilende Strang wird in die Vertiefung b gelegt, dieGrösse der abzuschneidenden Stücke durch Einstellen des beweglichen Theiles a be-stimmt und nun mit dem Messer c-, in welches eine feine Stahlsaite eingezogen ist, durch-schnitten.

b) Das Ausgiessen in Tafeln erfolgt bei viel Harz enthaltenden Pflastern,besonders bei Ceraten. Um elegante Pflastertafeln oder Täfelchen zu erzielen,benutzt man folgende Verfahren: