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Balsamum peruvianura.
eintrocknend), nicht fadenziehend, von saurer Reaktion. (100 Th. Balsam sätti-gen 6—8 Th. krystallisirtes Natriuincarbonat.) Der Geschmack ist anfäng-lich milde, hierauf erwärmend, im Schlünde stark brennend, bitterlich gewürz-haft, nicht angenehm. Geruch angenehm, an Vanille erinnernd. Bei längeremStehen an der Luft verdickt sich der Perubalsam nur wenig und setzt keine Krystalleab. Spez. Gew. 1,135-1,145. (Nach Pharm. German. ed. II. 1,137—1,145).
Die Bestimmung des spez. Gew. ist ziemlich wichtig für die Beur-theilung des Balsams, sie wird zweckmässig in einem 10 gr-Fläsclichen, dessenGlasstopfen mit einer eingeschliffenen Längsrille versehen ist, vorgenommen.Die meisten gebräuchlichen Verfälschungsmittel setzen das spez. Gew. herab.Dagegen muss hervorgehoben werden, dass auch reiner Balsam im spez. Gew.schwankt. Es ist Thatsache, dass seit einer Reihe von Jahren der Peru-balsam ein geringeres spez. Gew. hat, als früher. So führt Mohr in seinemKommentar zur Pharm. Boruss. VI als spez. Gew. 1,15—1,16 an, welchesGew. auch noch von der Ph.-G. I. vorlangt wurde. Geheu. Comp, sind ge-neigt, diese Aenderung einer Modification in der Reinigungsmethode zuzu-schreiben. Jedenfalls ist ein Balsam unter 1,135 zu beanstanden.
Mit der 200fachen Menge Wasser der Destillation unterworfen, soll derBalsam kein ätherisches Oel abgeben, oder doch nur sehr geringe Spuren.
Diese Forderung der Pharm. Germ. II., nämlich, dass der Balsam garkein ätherisches Oel enthalte, ist nicht wieder aufgenommen. Grothe (Encykl.d. Pharm.) führt an, dass manche Balsame bei Destillation grösserer MengenSpuren von ölartigen Tropfen geben. Gehe u. Comp, nehmen an, dassein solcher Balsam bei der Reinigung in geringerem Grade erhitzt wurde.Schimmel u. Comp, fanden im Perubalsam 0,4 Proc. ätherisches Oel. Dasätherische Oel besteht hauptsächlich aus Zimmtsäurebenzylester, ferner Zimmt-säurecinnamylester und Benzoesäurebenzylester.
Er ist mit Chloroform und wasserfreiem Alkohol in jedem Verhältnissmischbar. Mit gleichem Volumen 90% Alkohol vermischt, giebt es klare Lösung,auf weiteren Weingeistzusatz trübt sich die Mischung und giebt nach längeremStehen einen geringen Bodensatz. In Aether, fetten Oelen und Petroleumätherist er nur theilweise löslich. (Ricinusöl nimmt er bis zu 15 Proc. ohne Trü-bung auf.) In Wasser ist er unlöslich, warmes Wasser nimmt beim Schüttelnden Geruch an und entzieht dem Balsam Zimmtsäure.
Bestandtheile. Der Perubalsam besteht aus freier Zimmtsäure, Zimmt-säure- und Benzoesäure-Benzyl-Ester. Die beiden Ester, nach Kraut (Ann.Chem. Pharm. 152, 129), gemengt mit Benzylalkohol, bilden den als Cinname'inbezeichneten flüssigen Antheil, welcher zu 60 Proc. und darüber in dem Balsamenthalten ist. Nach Kachler (Ber. d. deutsch, chem. Ges. 1860, 512) bestehtdas Cinname'in oder Perubalsamöl in der Hauptsache nur aus Zimmtsäure-Benzyläther.
Nach Delafontaine enthält der Perubalsam auch Harz und Styracinoder Zimmtsäure-Cinnamyl-Ester. Das Harz, welches nach dem Ausschütteln desBalsams mit Schwefelkohlenstoff oder Petroleumäther zurückbleibt, ist schwarzund geruchlos, es reagirt in weingeistiger Lösung sauer und liefert bei trocknerDestillation Benzoesäure, Styrol und Toluol, beim Schmelzen mit KalihydratBenzoesäure und Protocatechusäure. E. Schmidt hat im Balsam Vanillin nach-gewiesen.
Prüfung. Der Perubalsam kann verfälscht sein mit Copaivabalsam,Gurjunbalsam, Canadabalsam, venetianischem Terpentin, Colo-phonium, Asphalt, Benzoe, Tolubalsam, Styrax (die letzteren 5 in ein-gedickter weingeistiger Lösung), Harzöl, fettem Oele, besonders Ricinusöl,ostindischem Sandelholzöl, Weingeist, ätherischem Oel (die letzterenals Lösungsmittel für andere Substanzen).
Verfälschungen mit Asphalt und Harzöl sind unwahrscheinlich, da beideSubstanzen sich mit Perubalsam nicht mischen. Ebenso ist eine Verfälschung