Balsamum peruvianum.
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erkaltete Balsam keine glatte Oberfläche zeigt, sondern dass sich auf dieser insehr erheblicher Menge blumenkohlartige Erhabenheiten oder mit einem erha-benen Ringe umgebene kraterförmige Vertiefungen bilden. Hager erblickt dieUrsache dieser Eigentümlichkeit in einem Säuregehalt der verwendeten Muskat-butter. Nach demselben genügt es, wenn man '/ 3 des "Wachses durch Paraffinersetzt, um einen Balsam mit glatter Oberfläche zu erhalten.
Ebenso führt es zum Ziele, wenn man die Menge des Wachses etwas ver-mehrt oder die Kapseln, in welche der Balsam ausgegossen werden soll, aufeinen kalten Stein stellt, um ein möglichst schnelles Erstarren des Gemischeszu bewirken. Zum Ausgiessen kann man selbstverständlich auch Ceratformenaus Metall benutzen.
Anwendung. Der Balsam dient, zwischen den Fingern erweicht, zumEinreiben der Magengegend und des Unterleibes bei kleinen Kindern.
Balsamum peruvianum.
Perubalsam; Balsamum indicum nigrum; Baume de Perou; Balsam of Peru.
Der durch Anschwelen der Rinde der- Toluifera Pereirae gewonneneHarzsaft. Braunrotlie bis dunkelbraune, in dünner Schicht klare, nichtfadenziehende Flüssigkeit von angenehmem Gerüche und scharf kratzen-dem, bitterlichem Geschmacke. An der Luft trocknet der Balsam nicht«in und bewirkt nicht das Zusammenkleben von Korkscheiben, welchedamit bestrichen und aufeinandergelegt werden. Spez. Gew. 1,135bis 1,145.
1 Theil Perubalsam mischt sich klar mit 1 Theile Weingeist. 3 TheileBalsam nehmen 1 Theil Schwefelkohlenstoff ohne Trübung auf, aber nachfernerem Zusätze von ungefähr 8 Theilen des letzteren scheidet sichbraunschwarzes Harz ab. Die davon abgegossene klare Flüssigkeit darfnur schwach bräunlich gefärbt sein und nicht, oder doch nur schwachlluoresciren. — Schüttelt man 5 Tropfen Perubalsam mit 3 ccm Am-moniakflüssigkeit, so darf sicli nur ein geringer Schaum bilden, welcherbald wieder zerfällt, ohne dass die Mischung gallertartig wird. Werden2 Tb. Perubalsam auf dem Wasserbade mit 1 Th. Kalkhydrat zusammen-gerieben, so darf die Mischung nicht erhärten und nicht Fettgeruch abgeben.
Reibt man 10 Tropfen Perubalsam mit 20 Tropfen Schwefelsäurezusammen, so muss eine zähe Masse entstehen, die, nach einigenMinuten mit kaltem Wasser übergössen, auf der Oberfläche violettgefärbt erscheint und sich nach dem Auswaschen mit kaltem Wasserzerbröckeln lässt.
Werden 2 g Perubalsam mit 8 g Petroleumbenzin kräftig durchgeschüt-telt, und das Filtrat auf dem Wasserbade von dem Petroleumbenzinvollständig befreit, so muss der erkaltete Rückstand durch einige Tropfenrohe Salpetersäure von 1,38 spez. Gewichte rein gelb gefärbt werden.