Asa foetida.
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Geschichte. Der Name Asa kommt wahrscheinlich vom griechischen uaij, derEkel. Des ähnlichen äusseren Ansehens wegen benannte man die Benzoe als „Anadulcis*. Bei den alten arabischen Schriftstellern hiess der Asant, wie noch jetzt inPersien, „Anguseh" und „Hiltit". — Ob die als ..Silphion'- und „Laser" be-zeichneten Drogen der Alten auf Asa foetida zu beziehen sind, ist zweifelhaft. — Inder Heimath der Droge und auch sonst in Asien ist die Asa foetida ein beliebtesSpeisegewürz. — Im Mittelalter war sie wohl bekannt.
Abstammung und Gewinnung. Die beiden Stammpflanzen der Asa foetida, Peuci -danum Scorodosma (Ferula Scorodosma Benth. et Hook, Scorodosma foetidumBunge, Ferula Asa foetida L.)(Fig. 79) und Peucedanum Narthex(FerulaNarthox Boissi er,Nar-thex Asa foetida Falconer).(Umbellil'orae Peucedaneae)sind heimisch in den ausgedehntenWüsten und Steppen zwischen dempersischenMeerbusen und dem Aral-see, durch ganz Persien bis Indiensich verbreitend, zwischen Kabulund Balch und bei Herat auch kul-tivirt. Beide sind sehr ansehnlichePflanzen bis u 2,f> ni hoch. Sie ent-halten in allen Theilen, besondersin der Wurzel in schizogenen (s. b.Ammoniacum)Behältern oinenMilch-saft, der die Asa foetida liefert.
Sobald die Blätter im j^prilzu welken beginnen, schneidet manden Stengel ab, entblösst die inder Erde bleibendeWurzel an ihremoberen Endo von Erde und schnei-det sie entweder sofortverschiedent-lich ein und häuft Blätter und Lehmdarum oder thut nur das Letztere.Im ersteren Falle entfernt mannach einigen Wochen die ausge-tretene und zu Klumpen erhärteteAsa foetida, im letzteren Falleschneidet man erst eine Scheibe derWurzel ab und sammelt den ansder Schnitttläeho austretendenMilch-saft. Derselbe, „Schir", ist dünnund wird mit anderen Substanzen,z. B. Thon.Mehl, Gyps, vermengt.Das Abschneiden der Wurzel-scheiben wird öfters wiederholt andnach mehreren Monaten tritt dannein consistenteror Milchsaft aus,.. I'ispaz", der die Asa foetidades Handels liefert. Eine Wurzelist im Stande, 1 Kilo Asa zu-liefern. Die Einsammlung geschiehtzwischen Kandahar und Herat undGirishk.
Flg. 79. Peucedanum Scorodoama I!. (nach Borszczow l.
Handelswaare. Stapel-platz für die Asa foetida ist
Bombay. Man unterscheidet dort die beste, aus Kandahar stammende Sorte„Kandahari- Hing", welche nicht in den Handel gelangt, sondern in Indien alsGewürz verbraucht wird, ferner die zweite, „Anguzeh i Lari" genannte Sorte.die aus Laristan oder Afghanistan kommt. Die nach Europa gelangenden Sortenlieissen „ITingra".