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von entwässertem Borax und Salmiakpulver. Es bleibt nachAuslaugen der Masse mit salzsäurehaltigem Wasser als leichtes,weisses, amorphes Pulver zurück. Der Borstickstoff ist ein be-ständiger Körper, wird weder durch Kochen mit Wasser, noch durchGlühen, an der Luft oder im Wasserstoff, verändert.
In schwacher Glühhitze wird er durch Wasserdampf in Am-moniak und Borsäure zersetzt. Die gleiche Umwandlung bewirktschmelzendes Kalihydrat.
Silicium.
(Chemisches Zeichen: Si. — Atomgewicht: 28.)
Das Silicium findet sich im Mineralreich in allergrösster Ver-breitung, niemals jedoch im elementaren Zustande, sondern gleichdem Phosphor und dem Bor, nur in Verbindung mit Sauerstoff.Sein Oxyd, die Kieselsäure, kommt sowohl als solche, wie in Ver-bindung mit Basen in zahlreichen Mineralien vor. — Man darfsagen, das Silicium spielt in der anorganischen Natur hinsichtlichseiner Verbreitung und der Mannigfaltigkeit der kieselsauren Ver-bindungen eine ähnliche Rolle, wie der Kohlenstoff in der organi-schen Natur; zugleich fungiren beide in ihren Verbindungen haupt-sächlich als vierwerthige Elemente.
Das Silicium aus der Kieselsäure abzuscheiden, gelingt zwardurch Zerlegung derselben mittelst Kalium, doch ist die Zer-setzung niemals vollständig und das Produkt nicht rein. Bessereignet sich zu solcher Reduction die leicht herzustellende Doppel-verbindung von Fluorsilicium mit Fluorkalium: SiF 4 . 2KF, dasKieselfluorkalium, oder auch das Kieselfluornatrium. Man trägtein Gemenge desselben mit Kochsalz und in kleine Stücke zer-schnittenen Natriums in einen glühenden hessischen Tiegel ein, undhält denselben, bedeckt, noch eine Zeitlang in schwachem Glühen.Nach dem Erkalten wird der Inhalt mit salzsäurehaltigem Wasserausgekocht. Bei jenem Process hat das Natrium dem Fluorsilicium