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Bobstickstoff.
B 2 0 3 + 3CaF 2 + 3S0 2 Q^= 2BF 3 + 3 S0 2 J}}ca + 3H 2 0.
Der grosse Uebersehuss der zu verwendenden Schwefelsäure mussdas bei jenem Process gebildete "Wasser aufnehmen. Auch ohneMitwirkung der Schwefelsäure kann das Fluorbor aus Borsäure-anhydrid und fein gepulvertem Flussspath erhalten werden, wennman das innige Gemenge derselben in einem eisernen Kohr starkglüht:
2B 2 0 3 + 3CaF 2 = 2BF 3 -f B 2 0 6 Ca 3 .
Durch Verdünnen der wässrigen Lösung des Fluorbors mitmehr Wasser entsteht, unter Ausscheidung von Borsäure, die ein-basische Borfluorwasserstoffsäure: BF 3 .HF, welche sich als Doppel-verbindung von Borfluorid und Fluorwasserstoffsäure betrachtenlässt. Man erhält dieselbe einfacher durch Auflösen von Borsäurein wässriger Fluorwasserstoffsäure.
Die Borfiuorwasserstoffsäure ist für sich noch nicht rein dar-gestellt. Versucht man die wässrige Lösung durch Abdampfenzu concentriren, so entweicht Fluorwasserstoffsäure. — Von ihren,meist in Wasser löslichen Salzen von der allgemeinen Zusammen-setzung BF 3 .RF, in welcher Formel R 1 Atom eines einwerthi-gen Metalls repräsentirt, ist die Kaliumverbindung: B F ;i . K F, alsdie schwerlöslichste bemerkenswerth. Das Borfluorkalium fälltbeim Vermischen wässriger Borfiuorwasserstoffsäure mit einemKalisalz gallertartig nieder, und bildet nach dem Trocknen einweisses Pulver. Aus der heissen wässrigen Lösung setzt sieh dasSalz in glänzenden Krystallen ab.
Borschwefel: B 2 S 3 ist eine weisse, glasige Masse von stechen-dem Geruch, im Wasserstoffstrome schmelzbar; entsteht durchGlühen von amorphem Bor in Schwefeldampf oder in Schwefel-wasserstoff, wird in gut abgekühlter Vorlage condensirt. VonWasser wird es leicht zersetzt in Borsäure und Schwefelwasserstoff.
BorstickstofF: BN. — Bor vereinigt sich unmittelbar mitStickstoff, wenn amorphes Bor im Stickstoffgase geglüht wird, esentsteht auch durch Erhitzen des Bors im Ammoniakgase, oderdurch heftiges Glühen einer Mischung von Borsäureanhydrid undKohle im Stickstoffstrom, auch durch Erhitzen eines Gemenges