Druckschrift 
2 (1838) Kryptogamen
Entstehung
Seite
96
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

96

Gattung:

Scleroderma. Hartbovist.

Scleroderma vulgare.

Lycoperdon cervinum Holt. Lycoperdon aurantiacum Bull. Scleroderma miranlium (cxcl.syn. Iilnn.), citrinum, spadiceum (excl. syn. Seh.) und Cepa. Fers. Syn. 153.155. Scleroderma cepo'i-des. Gray not. arr. I. 582 (t). Scleroderma Cepa. örev. t. 66, Sclerodeima vulgare. Fr. S. m. III.46. Kromlth. t. 6 f. 13. Hlotasch nr. 174. Wallr. II. 403. Scleroderma citrinum, lienz 110.

Fniiin (173) verdächtigt den Pilz, ohne einen Grund anzugeben. lenas sagt:Geniesst manihn, wenn er, ohne abgebrüht zu seyn, zubereitet ist, so ist er sehr scharf und schädlich; selbsteine Portion, welche ich erst 2mal mit heissem Wasser abbrühen und dann erst zubereiten Hess,bekam mir schlecht." Eienz erzählt auch, dass der Pilz öfters, in Scheiben geschnitten, statt derTrüffel von Betrügern verkauft werde, und leitet vermuthungsweise von dieser Substitution die Er-krankung eines deutschen Fürsten ab (welche jedoch so chronisch gewesen zu seyn scheint, dassdeshalb eine solche Ursache nicht wahrscheinlich ist).

Scleroderma verrueosum,

Lycoperdon elc.Valll. Bot. Par. p.12% nr. 4; t. 16 f. 7. Lycoperdon vemteosum Bull.Scleroderma verrueosum Fers. Fr. S. m. III. 49 (?excZ. syn. Ehrl».). Wallr. II. 404. Lycoper-don defossum. Purton Midland Flora v. 2 et 3. m. 1071. 1. 19 /'. 2(t).

Vaillant sagt:// est mortel quand on en mange", olme «inen Beweis zu geben; eben soPuihn (172), Lycop. Bovista a. verrueosum solle giftig seyn. Bulliard und einige andereSchriftsteller, auch noch Roques (152), sagen, der Staub des Pilzes verursache heftige Augen- undNasen-Entzündungen (von dieser Behauptung gilt hier wohl dasselbe wie bei den Geaster-, Botista-und Lycoperdon- Arten).

\

Gattung: Elaphomyces. Hirschpilz.

Elaphomyces granulatus.

Lycoperdon cervinum Ii. Scleroderma cervinum Fers. Bog.. 152. Elaphomyces granu-latus. Fr. S. m. III. 58. Kiotzsch nr. 102. Elaphomyces officinalis. ST.a.E.j., Düsseid. off. PflI.Lief. 16 T. 12 (nat. Übers. T. l)(t). Ceraunium granulatum. Wallr. II. 406.

Mehrere Schriftsteller, z. B. Boques (152), verdächtigen den Pilz des widrigen Geruchs we-gen. Kienz (111) bemerkt noch, dass er mitunter mit der Trüffel verwechselt werde (von der erdoch bei geringer Aufmerksamkeit leicht zu unterscheiden ist). Dass er nicht ohne Kräfte ist,namentlich auf Genitalien und Weiberbrüste stimulirend wirkt und deshalb als Aphrodisiacum beiMenschen, bisweilen auch bei Thieren, gebraucht( 666 ) und missbraucht worden, ist bekannt! 5 « 7 ).Für eine eigentlich vergiftende Wirkung liegen jedoch keine Beweise vor. Eine Analyse vonBusses) er g a i, a ls Hauptbestandteile einen flüchtigen, sehr unangenehm riechenden Stoff, Harze,^ilzosmazom, Pilzzucker, Inulin, Gummi und Schleim.

war jedoch bei keinem von diesen Thieren Rüthe oder ein ande-res Symptom im Verlauf von 4 Tagen zu bemerken. Mein Ge-hülfe und ich hatten uns bei diesen Versuchen auch die Augenrecht ToUgeataubt, und nebenbei auch eine Menge von dem Staubecingeathmet. Wir konnten jedoch weder Jucken u. dergl. in denAugen, noch irgend eine Heizung in den Respirationsorganenwahruehm-en."

(566) Pharmaceutisch ehemals unter den Benennungen Fung-uscervimis, Boletus cerv., Tubera cerrina. Im gemeinen Lebenunter den Benennungen Hirschbrunst unter der Erde,Hirschtrüffel, Untermast, p. p. (vgl. Holl Würterb.98).

(567) Vgl. Asch. 4S; N. u. E. I. 27, 28.

(568) inTrornmsd. n. i. Bi. 11, St.2 s.3. Vgl. Fechn. 141,

Ii