Asch ion niorum.
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Fr. S. m. II. 290. — I<eteU. f. 105 (schlecht). — Iienz f. 68. — Tnber brumale und aestivum. Vitt Tub.37, 38; t. 1 f. 6; t. 2 /". 4. — Aschion nigrum. Wallr. II. 867. — Excl.ubiq.sxjn. BuH.t 55 *»)
Unter den verschiedenen Trüffel-Arten die bekannteste und, wenigstens in unseren Gegenden,am häufigsten genossene. Nach einigen älteren Schriftstellern ( 5 «°) soll ein häufig wiederholter oderunmässiger Genuss derselben allerlei Übel und wohl gar den Tod herbei führen. J>e Candolle(Fr. IF. 279) sagt (vielleicht nur nach anderen Autoren?): .,elle est dangereuse poiw les personnesbiüeuses et nervenses". Hiernach (368) sagt: „von den Trüffeln weiss man, dass sie in der Erdeleicht faid und wurmstichig, alsdann aber sehr bitter, unangenehm und schädlich werden". — Mansollte meinen, solche Erfahrungen müssten in Frankreich, namentlich auch in Paris, wo ausseror-dentlich viel Trüffeln( S61 > consumirt werden, noch weit häufiger zu machen seyn, und doch berich-ten diejenigen französischen Schriftsteller, welche man als Hauptquellen für die Wirkung der Pilzebetrachten darf, nichts der Art, sondern der höchste Vorwurf, welchen einige derselben denTrüffeln machen, ist, dass sie schwerverdaulich seyen. — Sollten vielleicht einige der angeblichbeobachteten schädlichen Wirkungen auf Verwechslung mit Scleroderma vulgare — s. unten —beruhen?
Unterordnung:
Trichospermi. Haarsamer.
Gattung: Geaster. Sternstäubling.Gattung: Bovist a. Iiappenstäubling.Gattung : Lycoperdon. Flockenstäubling.
Es haben verschiedene, namentlich ältere Schriftsteller < 562 ) mehrere, vom Volke unter der Be-nennung Pfobfuss, Bovist p.p. zusammengeworfene, Arten dieser drei sehr nahe verwandtenGattungen beschuldigt, dass ihr Staub (die reifen Keimkörner), wenn er in die Augen oder in dieNase komme, diese Theile und selbst das Gehirn entzünde oder doch die Nase zu heftigem Niesenund Bluten reize, und dass sie auch innerlich genommen giftig seyen. Aber es scheinen keineThatsachen für diese Behauptungen vorzuliegen, obwohl mit diesen Pilzen so häufig Kinder spielen.Vielmehr weiss man durch vielfältige Erfahrung' 563 ), dass sie jung essbar sind (später sind sie souneinladend, dass sie niemand essen wird); bei der sehr häufigen Anwendung einiger von ihnen aufblutende Oberflächen als Blutstillungsmittel bemerkt man auch keine reizende Wirkung; und diehie und da volksthümliche Anwendung ihres Staubes bei Durchfällen des Bindviehs (Iioes.) sprichtauch mein- für eine reizmildernde als für eine reizende Wirkung ( 5<54 ). Wenn der Staub die Augenund Nase reizt, so thut er dies vermuthlich nur mechanisch wie anderer Staub. Aber auch diesdürfte nur selten geschehen. Hertwig (S. 406,407) fand das Lycoperdon perlatum Fers. (L. gem-matnm ß. jiciialam Fr. S. m.J, schon alt und pulverig, in mehreren Versuchen an Hunden innerlichganz wirkungslos, und eben so auch den Staub auf Augen und Respiratiousorgane von Pferden,Hunden und Menschen' 565 ).
(559) Bulliard's Abbildung stellt T. melanosporum Vitt. dar;eben so auch (nach WallrOth's gewichtiger Autorität) Roq. t. 24.
(560) So z.B. Ad. tonicer (Kräuter-Buch. Ulm 1716 fol.S. 159): „Zu viel gessen, oder nicht wohl bereitet, bringen siedas Grimmen, Fallendsucht, und den Schlag. So sie aber rohegessen werden, sind sie viel schädlicher."
(561) Und zwar gewiss dieser Art eben so gut als dem T.melannsporum Vitt. angehörig. Ich darf dies, auf die AutoritätWallrOth's, welcher Trüffeln aus Paris nnd Strassburg gesehen
hat, gestutzt, behaupten.
(562) Vgl. z. B. J. F. Gmel. 657, 65S; DC. Propr. 322.
(563) teteU. 107; Fr. S. m. HI. 4; Lenz 112 ff.: Krombh.IV. 29.
(564) Her Staub wird auch, nach Loesel, gegen Lippi'"'' 0des Rindviehs angewandt, aber mit etwas Zinkvitriol der dannwohl die Hauptsache seyn mag.
(565) Es „wurden drei Pferden und eben so vi«den Hundendie Augen mit solchem Pulver recht ordentlich eingestäubt. Es