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Gattung: Aethalium. Russftäubling.
Aethalium septicum.
Lohblume. Kienrusspilz. Fetter Schimmel.
Aethalium septicum. Fr. S.m.\l\.§3. — Aetltalium septicum, flamm und rufum. H'allr. 11.340,341.
Hr. Büchner erzählt < 669 ) einen vor mehreren Jahren im Ober-Mainkreise Baierns vorgekom-menen Fall foJgenilermassen: „Es war im Herbst 1819, als ein Bauer mit seinem Sohne eine alteabgestandene Eiche fällte; der Baum war hohl und entliess beim Umfallen eine Menge eines brau-nen Staubes, welcher die Arbeiter mit einer Staubwolke umgab, worauf beide heftigen Husten be-kamen und so schnell und bedeutend erkrankten, dass die bedenklichsten Entzündungszufälle, Hitze,Trockenheit des Mundes, Blutungen aus Nase und Mund u. s. w. eintraten, und der Vater am zwei-ten, der Sohn aber am sechsten Tage darauf starb, weil ärztliche Hülfe nicht gesucht wurde. Derbraune Staub war höchst wahrscheinlich nichts anderes als die Sporae von Aethalium se-pticum, welcher (s) sich in dem abgestorbenen hohlen Eichbaume ausgebreitet hatte." — Da zurBegründung des „höchst wahrscheinlich" nichts angegeben ist (denn brauner Staub in einer hohlenEiche kann ja auch mancherlei andern vegetabilischen oder thierischen Körpern, als gerade demAethalium septicum, seinen Ursprung verdanken), und da sogar nicht einmal angegeben ist, vonwem die ganze Beobachtung herrühre (ob von Herrn Buclmer selbst oder von einem Andern?),so ist dieselbe wissenschaftlich unbrauchbar, bis wir vielleicht einmal bessere Data erhalten. Esist auch, da der Pilz so häufig ist, unwahrscheinlich, dass er so schädlich werden könne, weil sonstschon mehr Beobachtungen davon vorhanden seyn würden. ( 57 °)
Von den Brandarten des Getraides darf ich wohl hier nicht handeln, denn derSchmierbrand, Caeoma sitophilum (IM. Spec. II. 2) soll zwar nach einigen Handbüchern demMehl, wenn er sich demselben in grösserem Verhältniss beimengt, schädliche. Eigenschaften geben(vgl. Note 629); aber es ist mir nicht gelungen, eine Nach Weisung, welche man als Quelle betrach-ten könnte, aufzufinden, und man weiss, wie oft dergleichen Behauptungen bloss theoretisirt sindl 571 );überdies macht das sehr häufige Vorkommen des Schmierbrandes (wenn gleich nicht so ausser-ordentlich häufig wie der Flugbrand) jene Behauptung unwahrscheinlich, da sich die schädliche
Wirkung wold häufiger zeigen müsste. Der Flugbrand, Caeomaaber kann noch weniger schädlich wirken, da er zu schnell verstäubt,in das Mehl zu kommen.
segetnm (lik. Spec. II. 1)um in grösserer Quantität
Anhang.
Mutterkorn.
(Taf.IX. F. 3-33; 49-52.)Das Mutterkorn< 5r2 ) ist eine Krankheit des Eierstocks (Germen), welche bei vielen Grä-sern und einigen Cyperoideen vorkommt, besonders aber beim Boggen, wo sie auch am wichtigsten
(569) In e e i„ em R epC r»or. d. Pharm. 2t e Reihe. Bd. H.H. 1.
1837. S. 40 ff. v
(570) Eine ehem. Analyse von Wittstein 6. a. a. O.
(571) Fast scheint es sogar, als wäre hie und da die wohl-begründetc Behauptung einiger Schriftsteller . dass der Schmier-
brand das Mehl verunreinige und insofern schädlich (nämlich demLandwirth schädlich) werde, so falsch verstanden worden. alsschade er der Gesundheit der das Mehl verzehrenden.
(572) Ich gebe bei diesem Artikel keine vollständige Litera-tur, weil die Zahl der Schriften und kleineren Abhandlungen dar-
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