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2 (1838) Kryptogamen
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Phallus impudicus.

männlichen Affen, Hunden, Stieren, Böcken, Hengsten, waren ganz erfolglos. Auch Krombholzselbst, welcher ein ganzes Ei roh ass, und ein junger Mann, welcher, wie Ärombliolx erzählt, vondemvollkommen entwickelten und getrockneten Püz( 552 > 4 Loth, mit Butter und Zwiebeln gebra-ten < 553 ', genoss, empfanden davon gar nichts. Einem Kanarienvogel gab Krombholz 1 Kaffee-löffelvoll des zerfliessenden grünen Hutüberzngs, einer Schildkröte eine Abkochung des entwickel-ten Pilzes ohne Erfolg. Auch zwei, freilich nicht genügende, chemische Untersuchungen, vonBraconnot '>>*) und Fleische« (bei Kronibb.) haben keinen Bestandteil nachgewiesen, welcherauf giftige Wirkung schliessen liesse. Krombholz hält deshalb den Pilz für unschädlich.

Gattung: ClathrilS. Gitterpilz.Clathrus cancellatus.

Clathrus cancellatv.s Unn. Fr. S. vi. II. 288. Cord. 1 10 f. 2. Kroinbli. III. 20: ,.18f. 1-9. Wallr.H. S61.( 5ä5 >

Agmen(5 5 6) erzählt < 557 ), wie ein junges Mädchen ein kleines Stück des Pilzes verschluckthatte; 2 Stunden darauf schwoll der Unterleib schmerzhaft auf, es erfolgten heftige Convulsionen,Verlust der Sprache und ein tiefer Schlaf, welcher mehr als 2 Tage anhielt. Ein Brechmittel, wel-ches ausser dem Stück Pilz noch zwei Spulwürmer und blutiggefärbten Schleim entleerte, und in-volvirende Mittel stellten sie wieder her, doch musste sie noch mehrere Wochen Milch gebrauchen.(Würmer haben schon manchmal solche Symptome gemacht!) Bei den Bewohnern des Depar-tement des Landes herrscht das Vorurtheil, dass, wer den Pilz berühre, sich den Krebs zuziehe' 538 '.

Gattung: AscMotl, Trüffel.

Aschion nigrutn.

Lycopcrdon Tuher linn. Ellr. L 13 f. 4 a. b. (schlecht). May. t. 3 f. 6. n. b. Lycoperdonpulosonim Scop. Tuber eibarium Sibth. Sow. t. 309. Tratt. Essb. t A. BCv.E, /". 118.

(552) Vermuthlich nur von der weissen Masse des Stiels undallenfalls der des Huts 'l Denn der grüne Überzug des Huts wäredoch wohl gar zu ekelhaft gewesen,

(553) Dieses Gericht schmecktedem frischen Mohnsaft ähn-lich"; auch bei der Zubereitung desselbenverbreitete sich inweiter Entfernung ein starker Geruch nach Mohnsaft".

(554) Ann.deChim. T. 80 p. 292(f); vgl. Fechn. 143.

(555) Merkwürdig ist es, das» dieser durch Form, Farbe undGrösse so ausgezeichnete Pilz sich bisher in Deutschland nur sowenigen Naturforschern gezeigt hat. Gleditsch (140; mit ei-ner Abbildung auf Taf. IV) sagt:August" men.se obvinm ivil inThuringia, et quidem in salin vastissimo IV erther orum,supra Clont er Dondorff et pagum Hauderode, neeIon ad radieem montis I nsulani, in humeetatis loch.Ja Marchia Electorali rarius occurrU et ifuidem in di-Hone Frisacensi, spec. in sylva der Zosen, aliisquecirca Goerne et Linnm. Ad f'iadrum in artmdineloex«co«jfo intra pagos Zsehechin et Genschmer etiamvidi, «erf deformem et conßueatem." (KrombhOlZ hat beimVViedergeben dieser Glcditschischen Angabe sonderbare Fehler hin-ein gebracht.) Bei SCOp., 485, heisst es:Habitat in syh'iscirca Goriziam. P. Wulfen. Tergeslo quoque misitD. D. Krapf." _ Seitdem hat ihn kein Autor wieder als inDeutschland gefunden angegeben; und es wäre wohl der Mühewerth, in den aufgeführten Gegenden eigens auf ihn zu achten.Der Institutsgärtner Hr. Bouche zu Schoneberg bei Berlin hatmir erzählt, dass er vor einer Reihe von Jahren in einem Gar-

ten in Berlin, beim Rajolcn, 1^ bis 2 Fuss unter der Erdeein Exemplar gefunden habe, und zwar nicht etwa ein noch ,,imEi" befindliches, sondern ein ausgebildetes (!). Das Exemplarbefindet sich, auf Papier geklebt und durchs Trocknen naturlich sehrverändert, im Künigl. Herbarium, wo ich es selbst sah. J.B.Fischer hat den, sonst mehr südlichen Gegenden angehörenden,Pilz in Licfland angegeben; doch scheint mir nach seiner Beschrei-bung die Identität der Spccics nicht ganz ausser Zweifel zu ste-hen, weshalb ich die ganze Stelle aus dem nicht häufigen Werk«hieher setze;Clathrus. Ein fast runder netzförmigerSchwamm, in dessen inneren Höhlung eine Menge staubigten Saa-mens steckt. Cl. cancellatus. Er ist fast eyförmig, obenhöckerigt, von brauner Farbe, und hat weisslichte Gittern. Erkommt ohne Stiel aus der Wurzel hervor. Einen solchen Schwammfand man im August 1783 in einem Garten auf einem Spargelbeet.Er hatte anderthalb Fuss in der Länge, einen Fuss in der Breit«und eben »o viel in der Höhe. Frisch betrug er an Gewicht nahean sechs Pfund" (!). (J. B. Fischer Vers. e. Naturgesch. v. Liv-land. 2te Aufl. Königsb. 1791.8. S. 680. Die Stelle wird vonGrindel, und dieser von Weinmann citirt.)

(550) In: Bist. (od.-Wem.?) de la Soc. de Mld. 1776. p.344 (f).

(557) Wie KrOmbhOlZ und Roques referiren. WennCordier sagt: ,jM. Faulet rapporte lin fait qui prouve que ceChampignon est pernicieua", so ist auch vielleicht dieselbe Ge-schichte gemeint.

(558) Thore Chlor, d. Landes. 492.