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2 (1838) Kryptogamen
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OLBTUS EBYTHROPUS.

bräunlich-, grünlich-, dotter- oder gemein-gelb; grossentheils mit sehr zahlreichen, dunkel-grauröth-lichen, dimkel-blutrothen oder blutroth-schwärzlichen, kaum hervorragenden Schüppchen (welchemeist so fein sind, dass sie nur wie Pünctchen erscheinen, und welche auch den sonst reinen Far-ben ein unreines Ansehen geben) besetzte 525 '; innen dicht. Mycelium ansehnlich: zahlreiche,meist verwebte Fasern von der Farbe des Fleisches, mit der Erde einen Klumpen bildend (Fig. 3).Fleisch ziemlich saftig< 52 «); grösstentheils hellgelb oder gelblich< ä2 7 \ nur im unteren Theil desStiels gewöhnlich auf eine mehr oder weniger grosse Strecke mennig-, Scharlach- oder purpm-roth; bisweilen aber verläuft sich diese Röthe bis in das Hutfleisch, so dass auch dieses nochweinröthlich erscheint (Fig. 7, wo es nur zum Theil durch das Caerulesciren verdeckt ist). Alleinneren Theile des Pilzes laufen bei Verletzungen hellblau oder hell-grünblau an, bisweilen auchzuerst röthlich, dann blau. Geschmack säuerlich, etwas unangenehm, übrigens nicht ausge-zeichnet (nach Persoon und Krombtaolz sauer). Den Geruch fand ich nie ausgezeichnet(eben so darf man ihn aus dem Stillschweigen der meisten Autoren vermuthen); Sccretan giebtihn bei Var. A. seines B. erytltropus sauer und durchdringend, bei Var. B. bitter und unangenehm,bei seinem B. miniatoporus fichtenartig, durchdringend an. Insektenlarven fand ich nur seltenin dem Pilze; ein Paar Mal aber denselben von Schnecken stark benagt. Angenagte oder sonstverletzte Stellen am unteren Theile des Stiels färben sich fast immer, an andern Theilen des Pilzesbisweilen, dunkelviolett (Fig. 3, 5). Der ganze Pilz hat beim Anfühlen etwas Derbes, und in sei-ner Gestalt durch den sehr dicken (in der Regel verhältnissmassig noch mehr als bei B. lurhlusdicken), gleichdicken oder doch nach oben wenig dünneren Stiel etwas Untersetztes, welches Letz-tere ihm einen vom B. luridus abweichenden Habitus giebt (doch kann man aus einiger Entfernungbeide nicht mit Bestimmtheit unterscheiden).

Vorkommen. Wie B. luridus (bisweilen in dessen Gesellschaft); doch seltener. In Deutsch-land, Schweden ( s28 >, Schottland ( 529 ), Frankreich ( ä3 °), der Schweiz, und gewiss auch noch man-chen andern Ländern Europas.

Verwechselungen. Wie ähnlich der Pilz dem B.luridus Seh. sey, geht schon aus der Sy-nonymie hervor, welche zeigt, dass man beide erst spät von einander unterschieden hat, und dassselbst Fries und Persoon sie anfangs als Species, später nur als Varietäten aufgeführt haben.Auf geringe Farben- und Form-Verschiedenheiten, welche man aus unseren oder Anderer Beschrei-bungen entnehmen könnte, darf man keinen Werth legen, da B. luridus so ungemein, und auchB. erythropus nicht wenig, variirt. Besser unterscheidet schon der untersetzte Habitus des B. ery-thropus (s. oben). Der Hauptunterschied aber ist das Felden des Netzwerks am Stiel beim erythro-pus, der bloss Puncte (Schüppchen) zeigt. Sollte sich dieser Unterschied in der Folge alsinconstant erweisen, so sähe es um die speeifisebe Verschiedenheit des B. erythropus misslich aus.(Krombholz bemerkt bei seinem B. erythropus, dass der Stieloben genetzt, unten glatt, das Netzäusserst fein, oft kaum wahrnehmbar'- sey; doch ist dieser Autor hier nicht zuverlässig, vgl. Note515. Wichtiger scheint eine Bemerkung von Sccretan, s. Note 480.)

Was über Verwechselung mit andern Pilzen beim B. luridus gesagt ist, gilt auch für den B.erythropus.

Wirkung. Die grosse Ähnlichkeit mit dem B. luridus verdächtigt ihn einigermassen. Künf-

(325) PersOOn (Obss. 1. 23) prädicirt ihn ,,Ueinschuppigoder aufgerissen" (rivulosiis); Secretan bei Var.R. seinesB. erythropusCharge de Strien ßlamentens.es ii , und fon far..4.desselben gj e ], t C r an:Jans la vieillesse eet epiderme" (woraufdie Schü p ,, r i 1( ,|i sitzen)s'iclatatit forme un labyrinthi grenu,oii meme il se ditache en Iragmens rolilfs qui produisent des chi-nlires Hoiratres circulaircs, dont le püdicllle est comme ligri^.(Eine solche Ablösung der Epidermis, aber wohl mehr von WR"terungseinflüssen als vom Alter abhängend, beobachtet man auchbei vielen ander«, Flcischpilzcn, vgl. z. B. Note 381.)

(526) Bei einem mitteUlten Exemplar fand ich, dass der Saft,

sowohl des Huts als des Stiels und der Röhren, das Lackniuspa-pier schwach, doch bleibend, riithete,

(527) KrOmbholZ nennt es in der Diagnose weiss, i n derBeschreibung richtiger weisslichgclb (im Hut) und gclhlirhweis«(im Stiel); auch seine Fig. 1U zeigt es wcissb'chgelb, Fig. 16entschieden gelb.

(898) Fr. Obss. a. a. O.

(3-29) Klotzscli bei Berk. 152.

(330) Mer. 163: » a,