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2 (1838) Kryptogamen
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85
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Boletus erythropus.

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Wesentlicher Charakter. Röhren an der Mündung roth(" 6 >. Stiel netzlos.

Beschreibung. Hut kissenfbrmig oder später abgeflacht, 2-7" (und darüber?), am häufig-sten 3-5" im Durchm., £-1" dick; jung oft weichhaarig oder fast filzig, später meist kahl (ausserbei Einrissen durch Hitze, wo er sich wie beim B. luridus verhält); braun, röthlichbraun, oliven-farb oder grün (bisweilen auch okerfarb oder weisslich: Fers.; Krombh.); bei feuchter Witterungbisweilen schmierig. < 5 * *) Röhren' 518 ) frei, gegen den Stiel bisweilen etwas; lamellirt (wodann an dieser Stelle begreiflich das Rothe der Mündungen getrennt, durch Dehnung getheilt wird),dünn; gelb, grünlichgelb oder, besonders im Alter, grüngrau; ziemlich gleich weit, rundlich, soauch ilire rothen (meist mennig- oder ziegelrothen) Mündungen. Diese (und somit das Hymeniumim Ganzen, von unten gesehen) machen einen ähnlichen Farbencyclus durch wie beim JB. luridus.Das Ausblassen des alternden Hymenium erfolgt theils durch Ausblassen der einzelnen rothen Mün-dungen, theils und mehr noch dadurch, dass neben dem Rothen mehr von dem Gelb der jetzt wei-ter gewordenen Röhren zum Vorschein kommt (man vergl. die Figg. 8 u. 9 mit einander).Fruchtboden gelb < 519 ', kleingrubig, kald. Keimkörner reif unregelmässig ellipsoidischf 520 ),etwa 2 £ ff '" lang, ^,7-5^0'" dick< sal >, okerfarb-grünelnd; mit dem gewöhnlichen blassrothen Fleck.Dieser nimmt in der Regel etwa J des Umfangs, f der Höhe, ein, doch variirt seine Grösse eini-germassen; auch ist er nicht immer exact rund, sondern bisweilen unregelmässig verzerrt, und diesist wolü die Ursache, weshalb man bisweilen (indem das Keimkorn so auf dem Objectträger liegt,dass der grösste Theil des Flecks vom Beschauer abgewendet ist) mehr als Einen blassrothen Fleckzu sehen glaubt; z.B. Fig. 28, 29.< 822 ) Es scheinen zweierlei Paraphysen, theils unmittelbar ausdem Boden des Hymenium aufsprossende (Fig. 19-24), theils ? aus den Keimkornträgern hervor-gehende (Fig. 25), vorzukommen, die ersteren bisweilen mit dem zweideutigen Anschein einer Arti-culation (F. 22-24), die letzteren eine stark durchscheinende Spitze auf einer mehr opaken Basisdarstellend. Stiel mehr oder weniger dick, nach unten massig' 923 ' verdickt, oder gleichclick,(oben ^-lj", unten 1-2" dick), in das Mycelium oft mit einem umgekehrt-kegelförmigen Theil(welchen man erst auf dem Durchschnitt sieht( 5Z4 >), übergehend (eigentlich aus demselben aufstei-gend); bisweilen leicht gekrümmt, meist nur \\-o", doch nach Opntowski auch bisweilen bis 5",lang; kahl; am unteren Theile purpurfarb, blutroth oder braun, am oberen braun, olivenfarb,

nem erythropus giebt und von denen wir einige weiter unten be-rühren werden. Man bleibt deshalb auch bei seinen Abbildungenzum Theil zweifelhaft, ob sie hicher gehören. Seine Fig. 7 u. 8stellen ganz junge Exemplare dar, welche dem kleineren Exem-plar in Fig.2 unserer Taf. VIH auffallend ähnlich sind; die leb-haften Farben, die Art ihrer Vertheilung und ganz besonders derstark bauchige Stiel machen es sehr wahrscheinlich, dass es jungeluridi seyen. (Dass man kein Netzwerk am Stiel sieht, entschei-det nicht, denn bei so jungen Individuen ist nur der untersteTheil des Stiels erst entwickelt, und an diesem ist nie Netzwerk.)Die beiden Individuen der Kr. sehen Fig. 9 haben »ehr lebhafteund reine Farben, wie ich sie bis Jetzt weder beim lurieliis, nochbeim erythropus gesehen habe; da aber am Stiel kein Netzwerkausgedrückt ist, so glaube ich gern, dass sie Exemplare vom ery-thropus darstellen. Über den senkrechten Durchschnitt in Fig. 10kann man nicht urtheilen, sondern muss ihn auf Treu und Glau-ben anerkennen. Aber Fig. 15, welche Kr. zum B. luridus Seh.zieht, gehört ganz bestimmt hieher (wie der Mangel des Netz-werks und mehr noch der Habitus beweist), und sehr wahrschein-lich (s 0 g u t man aiu) der Gestalt es noch beurtheilen kann) auchFig. 10.

(310) Auch hier hlasst die Farbe im Alter gewöhnlich wiebeim B. luridus aus.

(517) Secietan prä.licirt den Hut seines B. miniatoporusend-lich glänzend"; v , mag difgi e8 ondcrs da Secr. seine Ausdrük-kc oft etwas stark wühlt, wohl nur der gewöhnliche schwacheGlanz aller glatteren Oberflächen sern; OpatOWSki sucht esdurch Eintrocknen des schmierigen Überzugs zu erklären.

(518) OpatOWSki giebt sie >-l» lang an; das ist für die

meisten FäUe viel zu stark; vermuthlich sollte es: J-J"heissen.

(519) Auch hier, wie beim B. luridus (s. Note 476), scheintbisweilen eine ausgezeichnetere Färbung vorzukommen. Secretaiisagt von t'ar. A. seines B. erythropus:La chair sous les tubesest il'uii roug-e uu peu faux, tournant au lUas ii , und bei f'ar.B, desselben giebt er den Fruchtboden ,,cinnoberroth, mit Ausnah-me eines pomeranzenfarbenen Gürtels um den Stiel*' an.

(520) Wenn sie abgefallen sind, so macht sich da» Ende, mitwelchem sie auf dem Sticlchcn gesessen haben, oft durch einegeringe Zuspitzung kenntlich.

(521) Der geringe Unterschied zwischen dieser Grosse-Angabeund der beim B. luridus (S. 78) kann wohl kaum als charakteri-stisch betrachtet werden, könnte sogar da ich jeden der beidenPilze nur ein Paar Mal, und nie beide zugleich, mikroskopischuntersucht habe auf Zufälligkeiten und kleine Fehler hei derSchätzung hinauslaufen.

(522) Es ist mir bei dieser Species, vielleicht nur Zufällig!,;,ton halber, nicht, wie bei B. luridus, gelungen, etwas im Iii crnder Körner oder vom Bau der äussern Haut mit der zum Zeich-nen nöthigen Bestimmtheit zu beobachten; doch glaubte ich auchhier Andeutungen von mehreren Kugeln im Innern wahrzunehmen,

(323) Bei Secretan's B. miniatoporus stark.

(524) Diesen Theil hat wohl Secietan vor Augen geh»"',wenn er bei Far. B. seines B. erythropus den Stielterm'»* 1""une racine pointue ii angiebt.