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Boletus pachypus.
c, d. — Bol. pachypus, radicans {excl. synn. Pers. et Fr.), amarus und vitellinus. Secr. III. 24 - 32. —Bol pachypus. Opat. 21.( 808 > — Krombh. V. 9; f.35 f. 10-15.
üenz verdächtigt ihn wegen seiner Ähnlichkeit mit dem Satanspilz, Krombholfc wegen seinesunangenehmen Geschmacks und Geruchs < 609 ). Anklagende Thatsachen liegen nicht vor.(sio) j mGegentheil scheint es nach Michelles H), BellnrdiUiz) und Mayertsia^ als werde der Pilz biswei-len gegessen. (Zwar ist dies bei B. luridus auch der Fall, der sich doch anderemal unzweideutigals giftig erwiesen hat.)
Boletus regius.
Bol. regius. Krombh. II. 3; t.7.
Micheli, der ihn p. 129 deutlich genug beschreibt, führt die verdächtigende VolksbenennimgPinuzzo malefico auf. — Nach Krombholz dagegen wird er in Böhmen viel gegessen, oft aufdem Markt zu Prag verkauft, u.s. w.
Boletus erythropus.
(Taf.VIII. Fig. 3-29.)Rothfuss (Krombh. jj). — Vgl. Note 464.
Synonyme. Boletus bovinus. Scop. 463 (ex p.J. — Bol. erythropus. Pers. Obss. I. 23.; Syn.513. — Fr. Obss. II. 243. — Opat. 26. — Suillus ei-ythropus. Poir. Encycl. VII. 500. — Boletus lu-ridus ß. erythropus. Fr. S. m. I. 391 (? excl. syn. B. cinnam. Schmu.; vgl. Note 485). — Pers. Myc.11.133. — Iienz 73( 814 >. - Wallr. II. 606. — Bol. erythropus und miniatoporus. Secr. HI. 20,28. —Bol. erythropus und luridus. Krombh. V. 16 (ex p.J; t. 38 f. 7 -10,15,16( 5 **).
(508) OpatOWski hat unter der, Ton Flies herrührenden,Benennung pachypus offenbar einen geringeren Species - Umfangals Fries, indem er nicht, wie Fries, den ganzen SchäfferschenBol. olivaceus (Seh, f. 105) hieher zieht, sondern nur die Hälfteder Figuren (die andere Hälfte zu seinem, Opatowski's, B. oli-vaceus). OpatOWSki ist so bescheiden, zu seinem R. pachypusden Namen Fries, zu seinem B. olivaceus den Namen Schaef-fer hinzuzufügen, während er richtiger beidemal seinen eigenenNamen hinzugefügt hätte. Der B. pachypus des Friesischen Syst.myc. umfasste ausser dem durch OpatOWSki jetzt davon getrenn-ten B. olivaceus noch zweierlei auf den ersten Blick sehr ver-schiedene Formen, nämlich 1) die durch die Figuren 2, 4 u. 6 derSchäfferschen t. 105 stabilirte (Hut olivenfarb, am Stiel viel Roth) ;2) die von PersOOn zuerst {Obss. II. 11) nU B. vitellinus, dann{Syn. 511) als B. amarus, endlich {Myc. II. 130) als B. pachypusß. vitellinus beschriebene, neuerdings durch die Figg. 10 - 15 derKrombholzischen Taf. 35 stabilirte (Farben im Ganzen weit hel-ler; Hut graugelb, blassgelb oder weisslich, am Stiel wenig odergar kein Roth). Ob diese beiden Formen wirklich als Varietä-ten zusammengehören, dürfte wohl noch einer neuen Untersuchung,wenn sich die Gelegenheit darbietet, w erth seyn, da fast alle ci-tirten Autoren nicht beide Formen genau genug gekannt zuhaben scheinen. Ich selbst kenne mit Bestimmtheit nur die letztereForm, welche mir oft vorgekommen; die erstere glaube ich»ur gesehen zu haben, doch habe ich sie nicht genau genug ver-folgt, also auch keinen Übergang von ihr zu der letzteren beob-achten können. Ich glaube jedoch, dass beide Formen aller-dings zusammengehören, und zwar bestimmt mich dazu, ausserder Autorität der Persoonschcn Myc. (wo wenigstens auf dem Pa-pier die beiden Formen in einander laufen), hauptsächlich dieBeschreibung von Lenz, in welcher ich einen Übergang zu er-kennen glaube [Lenz cilirt übrigens auch noch die ganze Schäf-fersche t. 105]. i cn hoffe deshalb auch, dass die oben von mirgegebene Synonymik fc«.j ncn l rr thum enthalten werde. — Dassübrigens diese ganze Species, so wie sie jetzt von OpatOWSki(und nach ihm vorläufig auch von mir) genommen wird, viel-
leicht vom B. luridus nicht speeifisch verschieden ist, habe ichschon in Note 494 berührt.
(509) Aber diese Eigenschaften scheinen zo variiren. DenGeschmack fanden Lenz. Krombholz und ich, auch Persoonbei seinem B. amarus, bitter, Fries nicht, Persoon bei seinemB. vitellinus „demum acescens", p.p. Den Geruch fand Kromb-holz wanzenartig, Hr. Eichler und ich safranähnlich, Lenzerfrischend und angenehm.
(510) Drei Mäuse, welchen Lenz Stückchen des Pilzes mit Milchund Semmel vorsetzte, frassen das Gericht ohne Schaden; jedochhatten dieselben auch ähnliche Gerichte mit bitteren Mandeln,Fliegenschwamm und Agar, phallo'ides ohne Schaden verzehrt.
(511) Falls folgende Stelle desselben {p. 129), wie ich mitFries glaube, hieher gehört: „Suilhis esculentus, crassus,magnus, vernus" (?), „pileolo supina parte fulvo, prona luteo,pediculo crassiore, concolore, punetis, et lituris rutris notato.
Tai. 69/. 2. Pinuzzo maggiore, Marzuolo, di gambo grosso. ----
Martio mense" (wäre sehr früh).
(512) Falls, wie ich oben angenommen, dessen B.fre hiehergehört. Er sagt von dieiem: „Kdulis apud Canapicienses, aliot-qne, sed suspectus. 1 ''
(513) „Das weisse Fleisch dieses Pilzes hat einen angenehmenGeschmack, und wird in gleicher Art wie das Fleisch des Cham-pignons gereinigt und zur Speise bereitet." — Freilich ist Mayerkeine sonderliche Autorität.
(514) Lenz ist jedoch geneigt, ihn als besondere Art anzu-erkennen.
(515) KrombhOlZ scheint den Bol. erythropus PetS. nichtauf die rechte Weise vom B. luridus zu unterscheiden. Man siehtdies sowohl an seiner, zum Theil falschen Synonymie (denn ercitilt z. B. hieher B. rubeolarius Pers. Syn. , B. luridus ß. tubero-sus Pers. Myc. und B. tuberosus Letell. , welche bestimmt zumB. luridus gehören) als an mehreren Prädicaten, welche er »ei-