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Zeit nach dem Genüsse Brennen oder Kratzen im Halse, oder Hitze in der Oberbauchge°"end statt.Die Erscheinungen traten meistens 1-3 Stunden nach dem Genüsse ein, dauerten in grösster Hef-tigkeit meist einige Stunden, und hinterliessen dann, meist nur auf 1-2 Tage, doch auch bisweilenauf Wochen, ja Einmal auf mehr als einen Monat, Erschöpfung und allgemeine Verstimmung, (»odUnter den verschiedenen Arzneimitteln, deren Erwähnung geschieht, scheint mir nur das in eini°-enFällen angewandte Opium durch Milderung der übermässig gewordenen Ausleerungen entschie-den günstig gewirkt zu haben. — In den 3 Lenzischen Fällen und in dem meinigen geschah dieVergiftung durch den Lenzischen Satanspilz, meine Varietät e; in den 5 Krombholzischen Fällenebenfalls durch diese Varietät oder doch durch Exemplare, welche durch schöne Farben den Über-gang von der Varietät d zu e machten; in dem Roquesfchen Fall ist die Varietät nicht zu ermit-teln. Bei Lenz, Krombholz und mir ist ausdrücklich angegeben, und bei Roques darf man esvoraussetzen, dass die Exemplare frisch und unverdorben gewesen.
Es fehlt nicht an entgegengesetzten Zeugnissen von der Unschädlichkeit des Pilzes. Dass Kos-testückchen, selbst von der Varietät e, nicht immer nachtheilig wirken, geht schon aus dem inNote. 500 von Hrn. Eichler und mir Erzähltem hervor. Und unsere Varietät b [wenigstens muss manauf diese, nach den citirten Abbildungen, die sogleich anzuführenden Zeugnisse theils vorzugsweise,tlieils ausschliesslich beziehen] wird sogar von Hayne(&o2) J i,enz(503) un d Krombholz (io4) für,wenigstens bedingt, essbar erklärt. Vielleicht dass das Kochen ( aos ), auch wohl das Trocknen, nochetwas dazu beiträgt, sie in den meisten Fällen unschädlich zu machen.« 50 «)
Roques giebt, ohne genauere Nachweisung, an, der Pilz enthalte einen sein; giftigen harzigenStoff.
Erklärung der Abbildungen.
Taf. VII. Fig. 1. Ein erwachsenes Exemplar der Varietät b. — Fig. 2. Ein ähnliches, senkrecht durchschnitten.__
Fig. 3. Ein, schon etwas alterndes, Exemplar der Varietät e. — Fig. 4. Ein junges Exenipl. derselben Varietät, halbvon unten gesehen; der unterste Theil des Stiels ist abgeschnitten. — Fig. 5. Der Hut desselben Exemplars, ganz vonunten gesehen.
Fig. G. Junge Keimkörner-Träger. — Fig. 7-9. Tetraden mit unreifen, Fig. 10. mit reifen Keimkörnern. — Fig. 11-14.Paraphysen.— Fig. 1.5-20. Abgefallene reife Keimkörner, stärker vergrössert, in verschiedenen Ansichten und Beleuch-tungen (s. S. 78).
Taf. VIII. Fig. 1. Durchschnitt eines erwachsenen Exemplars der Varietät e. — Fig. 2. Ein junges und ein sehrjunges Exenipl. derselben Varietät, mit einander verwachsen.
Boletus paehypus.
Boletus reticulatus. Seh. t. 108 (B. mutabiüs L BatschlOl.)? — Bol. bovinus. Scop. 463 (exp.,namentlich Var.L). — Bolmutabilis ß. Barsch 99 (exp.). — Bol. crassipes (exp.). Willd. Prodr.FLBerol. 394. — May. t.3 f. 2. a (Cop.n. Seh.). — ? B.fre Bellardi App. ad Fl. Pedem. Aug. Taur.1792.4.p.73< 507 ). — Bol. mutabiüs. Schrad. Spie. 145 (ex p.). — ? Bol. bovinus (ex p.) Schult.199. — Bol.pachjpus (exp.). Fr. Obss. 1. 118; S. nüh 390. — Lenz 66. — Wallr. II. 606. — Weinin.300. — Bol. paehypus und elatus. Pcrs. Myc.ll. 130,134. — Bol.tuberosi rar. Letell. 54; f. 32 bis-.
(501) Lenz vermnthet auch, dass die Ausdünstung des Pilzesnachtheilig sey, weil ihm einen Abend, wo er 9 Satanspilze ne-ben sich liegen gehabt, nicht recht wohl gewesen; aber dies dürftewohl — eben so wie ein plötzliches Zucken durch alte Glieder,das Lenz einmal 1.', Stunden nach dem Kosten erlitten — vonanderen Ursachen abgehangen haben, da der Schwamm nicht übelriecht. ] c ], ] la j) e einmal 0 sehr grosse Satanspilze einige Tagelang um ini c h gehabt und nichts verspürt.
(502) S. 53: „Am Wiener Markte ist er verboten; an vielenOrten wird er gegessen."— S. 70: „wird häufig ohne Nachtheilunter dem Namen Schuster getrocknet und genossen".
(503) Her ihn,^ zubereitet, in guter Portion ohne Schaden ge-gessen; — S. Oo, /3.
(504) C'onsp. 26.: „Wird ohne Nachtheil genossen, besonderswenn das erste Wasser, worin man ihn kochte, weggegossenwird." — Schw. V. 17: „Wird in Wien unter dem Namen Schu-ster, in Prag als Kowar zu Markte gebracht."
(505) In den obigen VcrgiftungsfaUcn war der Pilz n j c ge _k o ch t.
(506) Roques (66) citirt auch noch ein Zcugniss von Pali«SOt de Beauvois für die Essbarkeit des Pilzes , entwickelt je-doch mit guten Gründen, dass es unzuverlässig sey.
(507) Scheint mir wenigstens hieher und nicht (nach Fr.* •"•)zum Bol. luridus oder (nach DC. Propr. 331) zum B, subtomenlosuszu gehören.