Fliegenpilz.
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allmählig etwas dicker, der Knollen 1 - 2" und darüber dick. Der Stieltheil der allgemeinen Hülle,welcher den obersten Theil des Stiels überzieht, ist blassgelb oder (besonders bei älteren Exempla-ren, durch Ausblassen) gelblich oder gelblichweiss, dünn, weich, feinfilzig, an den Fingern etwashaftend, oft fein gestreift (" x >, bisweilen weiss bestäubt(» *2). Der eigentliche Ring (die grössereuntere Hälfte des Stielthcils) hängt meist schlaff herab (Fig. 3), falls er nicht durch Zufälligkeitenin irgend eine unregelmässige Gestalt (wie in Fig.4) zusammengedrückt ist« 1 "). Die untere (nachinnen gewandte) Fläche des Rings und die Oberfläche des Stiels unterhalb des Rings sind rauh, fil-zig aufgelockert (von ihrem früheren Zusammenhange; deshalb auch um so stärker, je kürzere Zeitseit der Trennung verflossen). Noch rauher ist der Stiel am Knollen durch die unregelmässig schup-pige Wulst. Das Innere des Stiels ist meist ausgefüllt, oft aber auch hohl, und ein Anfang derAushöhlung findet sich bisweilen schon bei 2" langen (noch nicht aus dem Ei geschlüpften) Exem-plaren. — Mycelium gering: weisse, in der Erde verborgene Fasern. — Fleisch derb, beiälteren Exemplaren stellenweis mürbe; am Stiel bei erwachsenen Exemplaren leicht in Längsfasernzu zerreissen; überall weiss, nur im Hute, zunächst an der rothen Oberhaut, ist es roth und dieseFarbe geht nach unten durch Gelb allmählig m Weiss über, so dass man auf dem Durchschnitteinen, nicht scharf begrenzten, farbigen Saum sieht (F.5); wenn bei älteren Exemplaren die Ober-fläche des Huts schon ausgeblasst ist, zeigt dieser Saum fortwährend die ursprüngliche Färbung. —Den Geschmack fand ich, bei ausgewachsenen und jungen Exemplaren, fast indifferent, vielleichtmit einem Stich ins Bitterliche; den Nachgeschmack schwach ekelhafte 114 ). Geruch indiffe-rent U 15 ). — Bei der mikroskopischen Untersuchung findet man in den äusseren Theilen(der Oberhaut des Huts, der äussersten Schicht des Stiels, den Theilen der allgemeinen Hülle) einverworren-faseriges Gewebe (Beispiel: Fig. 12), im Fleische des Huts und Stiels dagegen (Fig.10, 11.) mehr Bläschen als Fasern. Im Stiel sind die Bläschen mehr in die Länge (von oben nachunten) ausgedehnt, so wie auch in der äussersten Schicht des Stiels die Fasern grossentheils nachder Längenrichtung laufen. — Insektenlarven suchen den Pilz sehr heim. Bisweilen werden jungePilze, wenn sie kaum aus der Erde hervorgebrochen, schon fast ganz von ihnen zerstört gefunden.An älteren Exemplaren findet man fast nie den Knollen noch leidlich erhalten^ 116 )
Varietäten. Am wichtigsten sind die oben erwähnten Verschiedenheiten in der Färbung desHuts, da sie zu Verwechselungen Anlass geben können (vgl. Verwechselungen). — Die meist weisseFarbe der Läppchen, der Lamellen, des Rings und Stiels gelbelt oft mehr oder weniger, doch wer-den namentlich die Lamellen nie so entschieden gelb wie beim Kaiserling (s. unten).
Persoon (06m. II. 37, Syn. 253.) hat eine Varietät, ß. formosa, die er durch „pomeranzenfarb-gelbbraunen Hut, schlaffe Warzen, sehr langen, schuppig-flockigen, nebst dem Ringe gelben Stiel"u.s.w., im Ganzen durch sehr indifferente Charaktere, unterscheidet. Weinmann (5) führt die-selbe Varietät „mit pomeranzenfarb-gelbbraunem Hut, schuppigem Stiel" auf und giebt ihr sehr an-sehnliche Maasse (Hut 6-7" breit, Stiel 8-9" lang, 1-1£" dick). Wieder anders fallt die Beschrei-bung einer gleichnamigen Varietät bei Secrctan (1.12) aus< 117 ). Boq.t.19 gehört auch hieher.
Fries (a.a.O.) hat eine ausgezeichnete (mir noch unbekannte) Varietät, ß. regalis, die er
(111) Was nicht von darauf gciallenen KcimkSrnern herrührt;vergl. Note 80.
(112) Dica rührt von darauf gefallenen zahlreichen Kcimkor-nero her.
(113) Krombholz beschreibt ihn als „manschettenartig ge-schlitzt, seltner als einen ringsum mit regelmässigen Zacken versehe-nen Kranz"; beides könnte nur zufällig mitunter einmal vor-kommen.
(114) lenz fand den Geschmack ganz indifferent; eben so, oderhäufiger süsslich, angenehm, Krombholz („bei unzähligen Ver-suchen'). Jedenfalls ist er, wenn man auch einiges Variirenannimmt (und nicht etwa die Differenz zwischen dieser beiden Auto-ren und meinen Angaben bloss unseren Zungen impulireii will) wohlnie so auffallend unangenehm (scharf, beisscad, brenneud, oder zu-
sammenziehend p.p.), wie mehrere Autoren (s. iiiOmbh. II, 9.) be-haupten.
(115) Wahlenberg (S.nr. 1860) und RoqueS finden denGeruch „verdächtig" und ROques besonders den des Knollensstark und ekelhaft. (?)
(116) Auch Schnecken verzehren den Pilz häufig: Krombh.1.14.
(117) Dergleichen Differenzen müssen sich immer finden, wo manVarietäten durch zu viele, in keiner wesentlichen Verbindung mit ein-ander stehende, Abweichungen charaktcrisirt. Sie beweisen, wieunzweckmässig und naturwidrig es ist, solche Varietäten auftu-sleUcn, anstatt in der aUgcmeinen Beschreibung der Art die einzelnenAbweichungen zu berücksichtigen.
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