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2 (1838) Kryptogamen
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ABIC U 9 MÜSCARIÜ9.

als der Knollen des Stiels und wie dieser mit der verhältnissmässig dicken, faserig-filzigen, gelblich-weissen oder gelblichen, allgemeinen Hülle ziemlich gleichmässig überzogen. Wenn der Pilz dieGrösse von mehr als 1" bis zu 2\" erreicht und damit auch gewöhnlich die Erde durchbrochenhat (Fig.l.), so bilden sich in der, jetzt oft etwas mein' gelbelnden, allgemeinen Hülle durch Deh-nung derselben dickere und dünnere Stellen, Erhöhungen von Vertiefungen umgeben, aus, beson-ders an dem, sich jetzt der Kugelgestalt nähernden Hute. Am Stielknollen sind die Erhöhungendie künftigen Schuppen, am Hut die künftigen Lappen. Die letzteren erscheinen oft einigermassenregelmässig pyramidalisch (Fig. 8.); zwischen ihnen trennen sich allmählig bei fernerem Wachsthumdes Huts die vertieften und verdünnten Stellen, und es kommt die schöne Farbe des Huts zum.Vorschein (Fig.l auf der linken Seite). Endlich weichen, indem der Hut kugelig wird (Fig.2), dieLappen (Warzen) mehr und mehr aus einander, und zwar in der Mitte des Huts früher als gegenden Rand. Sie verdichten sich nun allmählig, oder richtiger wold, sie schrumpfen aus Mangel anErnährung und durch Austrocknung an der Luft zusammen, werden dadurch flacher und etwas fe-ster, und erscheinen etwas mehr filzig-körnig, verändern auch ihre Farbe durch die Luft, durchStaub, Schmutz u.s.w. mannigfach. Vom Rande des Huttheils der allgemeinen Hülie wird auchbisweilen an einer oder der anderen Stelle (wohl selten im ganzen Umfange) ein Theil zur Bildungder Widst mit verwendet; da aber bei dieser Species Huttheil und Fusstheil der allgemeinen Hülleganz besonders mürbe sind, so kommt deshalb, wenigstens auf die Dauer, doch nicht leicht einescheidige Wulst (s.S. 14) zu Stande, sondern es geht der accessorische scheidige Theil bald verlo-ren. Dass sich bisweilen statt der zahlreichen kleineren Lappen einzelne grössere bilden, so wieauch, dass man den Hut bisweilen ganz unbedeckt (Fig.3) findet, ist schon S. 14 erwähnt. Wennman von Exemplaren, deren Hut noch ganz bedeckt ist (Fig.l oder jüngere) die Bedeckung ab-schabt, so erscheint die Farbe des Huts rothgelb oder gelbroth; wenn sich später der Hut von selbs$entblösst hat (Fig. 2), ist sie reiner und tiefer roth, entweder blutroth oder doch scharlachroth.Später, wenn der Hut längere Zeit dem Lichte ausgesetzt ist, wird die Farbe allmählig heller undnimmt mehr Gelb auf (Fig. 3 zeigt davon schon einen Anfang). Bei manchen Exemplaren ist aberüberhaupt der Farbe mehr Gelb beigemischt (Fig. 4); und wenn diese im Alter ausblassen, so wer-den sie zuletzt oft ganz hell und schmutzig weissgelblich. Bei vielen Exemplaren ist die Farbe desHuts von Hause aus im Umfange heller und mehr gelb als in der Mitte; bei andern tritt dies Ver-haltniss doch durchs Ausblassen ein. Es scheinen auch Varietäten mit gelbbraunem und mit grün-lichbraunem Hut vorzukommen (vgl. Varietäten u. Verwechselungen). Die feinen Furchen am Randedes Huts rühren vom Ansatz der Lamellen her, und zeigen sich meist erst, wenn der Hut sich aus-gebreitet hat. Bei vielen Exemplaren zeigt sich der Hut schon in der Jugend, deutlicher nochim mittleren Alter, über und über facettirt. Die Facetten sind unregelmässig viereckig, bisweilenG-7'" lang und breit, meist jedoch kleiner; gewöhnlich sitzt auf der Mitte der Facette ein Lappen;doch findet man auch Hüte olme Lappen (Ag.Paella) stark facettirt; gewöhnlich ist die Mitte derFacette heller (sehr selten ich habe es nur von Einem jungen Exemplar angemerkt dunkler)gefärbt als der Umfang. (Ob die Facetten dadurch entstehen, dass der Lappen auf die Ernährungder unter ihm befindlichen Hutstclle influirt? und ob, wo man die Facetten bei unbedeckten Hütenfindet, die Lappen nur durch den Regen weggespült worden?) Lamellen weiss oder leichtgelblich, bei jungen Exemplaren etwas schlüpfrig anzufühlen; nach aussen etwa so breit als dasFleisch in der Mitte des Huts dick ist (4-5'"), nach innen verschmälert; die längeren erreichen,spitz zulaufend, fast oder auch ganz den Stiel (lam. subiulnexae) ; die kürzeren abgestutzt (Fig.6,7),nach oben meist (wie in F.6) in eine der benachbarten längeren übergehend. (109) ~ Keimkör-

ner copiüs< 110 >,

ZTO '

lang, ?y" dick. Stiel

3-8" hoch, oben 4-12'" dick, nacli unten

(109) Cronirt (am Rande eingekerbt) darf man die Lamellen nichtmit KrombliQlz lm d Secretan nennen; höchstens hei alten Ex-emplaren kommt durch grössere Ausdehnung des Huts eine un re-gelmässige Crrnirung, d.h. kleine Einrisse, z:i Stande. Viel-leicht haben aber die Autoren anrh nur jene Beschaffenheit, welcheder Rand der Lamellen bald nach seiner Trennung vom ütielthcil der

allgemeinen HliUc zeigt (vcrgl. S. 15), bezeichnen wollen.

(110) Auch dauert es sehr lange, ehe sie alle reif werden und ab-fallen. Ich habe ein ausgewachsenes Individuum, das draussen schonausgestreut haben musstc, 1}- Wochen aulbewahrt und es streute nochimmer etwas aus.