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2 (1838) Kryptogamen
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AgARICUS PH ALLOIDES.

Wesentlicher Charakter. Hat meist Lappen tragend, am Rande meist ohne Furchen.Stiel knollig, beringt, bei älteren Exemplaren an der Spitze oder ganz hohl. Wulst glatt. Fleischnicht röthelnd^ 73 '.

Beschreibung. Hut 1-5" im Durchmesser; convex, später flach oder selbst (Taf. I. Fig. 13)etwas vertieft; glänzend, meist etwas feucht anzufühlen; weiss, blass grünlichgelb, gelbgrün, grün,olivenfarb, braun oder in anderen (Übergnngs-) Farben zwischen den gedachten t 74 '; am Rande oftheller als in der Mitte; im Alter meist (durch Ausblassen) schmutzig weiss oder bräunlichweiss(Fig.7,8) ( rs >; bisweilen, besonders bei grösseren oder älteren Exemplaren, am Rande (vom An-satz der Lamellen) fein gefurcht (Fig. 3, 4, 5, 7; doch nie so 'stark wie z.B. bei Jg. vaginatusoder auch nur bei Ag.caesarcvs, J.muscarhts, A.pantherimis)W% meistens mit flachen, verhält-nissmässig grossen, grünlichgelben, gelben oder weissen oder durch Alter und Schmutz graulichen,bräunlichen oder braunen, Lappen, die in der Mitte des Huts (älter, deshalb) geformter und ver-trockneter zu seyn pflegen, bedeckt, oft jedoch auch nackt. Die Oberhaut lässt sich leicht abzie-hen. Lamellen angeheftet (nur bei ganz alten Exemplaren erscheinen sie bisweilen wie frei,indem sie tief emarginirt werden: Fig. 14), weiss oder (besonders am unteren Rande) gelblich oderschwach grünlichgelb, etwa so hoch als das Hutfleisch in der Mitte dick ist (1-4'" und darüber);mitunter, in verschiedener Entfernung vom Stiel, gegabelt. Die kürzeren meist schräg abgeschnit-ten. < 77 '- Keimkörner ^--ff-fo"'lang, 1^-^'" dick. Stiel IJ-5" hoch, oben lj-7'"dick, nach unten etwas dicker, der Knollen 5-24'" dickt 78 '. Sein oberer Theil ist oft, besondersbei jüngeren Exemplaren, gekrümmt, so dass der Hut schief steht (Fig.8,11,12); es scheint dieshauptsächlich von einem zufälligen späteren Zerreissen der allgemeinen Hülle an Einer Seite abzu-hängen. Der Stieltheil der allgemeinen Hülle (">), welcher den obersten Theil des Stiels überzieht,ist blassgrün (Fig. 6) oder blass grünlichgelb (Fig. 4,5) oder (besonders bei älteren Exemplarendurch Ausblassen, doch auch bei jüngeren) gelblichweiss oder weiss (Fig. 3,7,8); dünn, weich,feinfilzig, meist fein gestreift' 80 '. Der eigentliche Ring (die grössere untere Hälfte des Stiel-theils) hängt meist schlaff herab (Fig. 6, 7, 8), falls er nicht durch Zufälligkeiten irgend eine unre-gelmässige Gestalt (Fig. 4,5) angenommen hat. Die untere (nach innen gewendete) Fläche desRings und die Oberfläche des Stiels unterhalb des Rings sind, wenn sie sich erst seit Kurzem voneinander getrennt haben, etwas rauh, filzig aufgelockert; später werden sie, namentlich die Ober-fläche des Stiels, glatter. Diese letztere entspricht in ihren Farben dem Stieltheil der allgemeinen

(73) Secretan (1.3) sagt zwar von seiner Aman, eitrina:cnm'r blanche, souvent coloree au centre de bruti roux ii ; aberkein anderer Beobachter erwähnt dessen; jedenfalls scheint er jeneFärbung nur in einem beschränkten Umfange beobachtet zu haben,und man darf wohl (des souvent ungeachtet) fragen, an wie vielenKxcmplarcn und von welchem Alter. Ich hatte beim Aufstellendes obigen Charakters hauptsächlich die Unterscheidung von Agar.{Aman.) rubescens Pers., Fr., im Sinne, welche Species manzwar durch den Habitus von A. phaUoide» leicht unterscheidet,schwer aber durch einen schlagenderen Charakter davon abgren-zen kann.

(74) Bisweilen auch grün und braun marmorirt: A.S. 143.Die jüngeren Exemplare haben in ihrer Farbe überall, auch

Km Stiel, etwas Zartes, Feines, und zugleich, durch die fast überallstattfindende Rauhigkeit der Oberfläche, etwas Mattes; beide Ei-genschalten verlieren sich mit dem Alterj und die Oberfläch© wird,glatter.

(75) Nach den Angaben der SchriftsteUor auch bisweilen in ver-schiedenen dunkleren Farben.

(7(>) Mit Unrecht also geben die meisten Schriftsteller in derDiagnoseden R adglatt" an. Auch Bull. *. 57 7 Fig. E. F.zeigen ihn gefurcht.

(77) Krornbholz (IV. 19) nennt bei der weissen Varietät dieLamellenfein gezahnt, meistens ganzrandig"; hierin liegt einWiderspruch: Kr. hat jedoch mit demfein gezahnt" vcrniuth-

lich nur jene Beschaffenheit, welche der Rand der Lamellen baldnach seiner Trennung vom Stieltheil der allgemeinen HUUe zeig!(vgl. S. 15 Z. 4), bezeichnen wollen, und diese vertrüge sich mit dem,,ganzrandig". Ich weiss aber nicht, weshalb Kl*, gerade bei die-ser Varietät einen so indiiferenten Charakter wie dasganzran-dig" anführt.

(78) In einigen Werken wird der Stiel ,,volva connata vuluo-sus" genannt; dies Hesse glauben, die Wulst scy so dick, dass da-durch der Stiel knollig erscheine; sie ist aber dazu viel zu dünn.

(79) Für die Veränderungen der, bald mehr bald minder zä-hen, gesammten allgemeinen Hülle vgl. die, bereits S. 13,14 erläu-terten, schematischen Figuren 15 - 19, in welchen übrigens die all-gemeine Hülle absichtlich etwas dicker, als sie zu seyn pflegt, ge-zeichnet worden.

(80) Was hier sowohl wie beim Fliegenpilz (wie mansich leicht durch die Regclmässigkeit der Streifung, so wie durchdie mikroskopische Untersuchung, überzeugt) nicht von darauf ge-faUenen Keimkörncrn (wie Einige annehmen), sondern vielmehrvon der früheren Adhärenz an den Lamellen herrührt, weshalbman es auch am obersten Theile, zunächst an den Lamellen, wodie Trennung am spätesten erfolgt ist, am deutlichsten sieht. (Diedarauf gefallenen Reimkörner könnten höchstens stellenweise, wosich ihrer viele anhäufen, den Schein einer Streifung geben oderdie vorhandene deutlicher machen.)