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2 (1838) Kryptogamen
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Hüllenpilz.

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Der Hut der Amaniten ist glockenförmig, später flach, in der Mitte fleischig, gegen denRand dünn; bei anhaltend feuchtem Wetter klebrig. Lamellen zahlreich, mit wenigen kür-zeren: weiss oder gelblich (nur bei A. caesareus entschieden gelb); nach innen verschmälert, an-geheftet oder frei, nach aussen breiter, bisweilen bauchig; bei der Entblössung vom Stieltheil derallgemeinen Hülle erscheint (als Spur der Adhärenz dieses Theils) ihr unterer Rand unregelmässiggezähnelt oder doch etwas rauh, filzig-faserig aufgelockert. Keimkörner bei mehreren (viel-leicht bei allen?) Species kugelig-eiförmig, glatt; unter dem Mikroskop meist grün (hell blaugrau-grün) erscheinend; Anheftungsspitzchen deutlich. Paraphysen scheinen ganz zu felden. Stielvon mehr oder weniger verwebten Flocken gefüllt, später gern hohl. Fleisch weiss, nurstellenweis bei manchen gelb, röthlichgelb p.p. Die Textur der Pilze scheint überall die-selbe zu seyn, wie wir sie bei Ag. muscarius specieller angeben werden. Mittelmässige odergrosse Pilze, auf der Erde, besonders in Wäldern, bei nicht zu kalter Witterung wachsend, beson-ders im Spätsommer und Frühherbst.

Eigenschaften. Es enthält diese Tribus, ausser einigen botanisch und dynamisch noch nichtgenügend gekannten Formen, 2 entschieden-giftige (A. pkalloides, A. muscarius), mehrere verdäch-tige, wenigstens verdächtigte (A.vaginatus, A. pantkerinus, A. solitarivs, A.excelsus, A.mbescens,A. asper), und 2 notorisch - unschädliche, sein- wohlschmeckende Arten (A. ovo'ideus, A. caesareus).

Agaricus phallo'ides.

(Taf. I.)

Knollen-Blätterpilz (f). Franz. Oronge cig'äe (blanche, jaunätre und verte (Faulet; u).Ital. Prulajuolo (Praiolino) falso od. malefico( 69 \ Fonsg malt 1 - 70 ''. Böhm. Gedotcald Ze-tnanlca.

Synonyme. Agaricus citrimts und bidbosus Seh. (s. Varr.). Agar, bidbosus. Bull. Par.t.625;Chamj).t.2(exel.syn. Seh.), 108,577. Amanita verrucosa ß. (ex.p.)vaxA bulbosa. Iiain. Euc.1. 112. Agaricus squamosus, liam. Fr. 1281 (t). Agar, muscarius. Sow. t. 286. fig. sin. Agar,irroratus. Schum. Saell. 250 ( ri ). Agar, verrucosus, bidbosus und vernus. DC. Fr. II. 209, 210.Amanita venenosa. Pers. Traue 178, t. 2 (mhtelmässig). Aman, venenosa, bulbosa alba, citrinnund viridis, und Hypopkyllum albo -citrinum (Paul.). ©rf. M. L. 1.14 f. 2, 1.15 f. 1-3, 1.17 f. 1.Agaricus pkallcMes und vernus. Fr. S. m. 1. 13. I<enz 21, 22; f. 1. Wallr. II. 739. Agar, bid-bosus und vernus. letell. 59; f. 40, 41. Agar, pkalloides. Kroinbh. 1.1 f. 6, t. 28 f. 1-10. Viv.t. 14, f. . ., 1.15 (!). Agar, bidbosus, citrinus und venenatus. Roq. 137,138; t. 23. Amani-ta pkalloides. Iik. Hdb. 272. Aman, irrorata. Secr. 1. 161 72 '. Mehrere andere s. unter den Va-rietäten.

sich mit (lern Studium der grösseren, systematischen Pilzwerke be-schäftigen, undeutliche Beschreibungen und Ausdrücke deutlich ma-chen, widersprechende vereinigen, ganz unpassende (wie z.B. volvaeompleta und incompleia) verwerfen lassen, und ganz besondersauch zeigen, dass die von den verschiedenen Tbeilen der allgemei-nen Hülle, namentlich aber vom Fusstheil und Huttheil, hergenom-menen Charaktere zur Unterscheidung von Species in vielen Füllenhöchst unzuverlässig sind. F.s kommen bei einer und derselbenSpecies, ja oft an einem und demselben Individuum auf zwei ver-schiedenen Seiten, die wesentlichsten Verschiedenheiten vor, derenUrsachen wohl hauptsächlich in der Beschaffenheit des Erdreichs,aus welchem das Individuum hervorwächst, in der Schnelligkeit,mit welcher dies geschieht, in der Kräftigkeit des Individuum u.s- w- *» suchen sind. Die schematischen Figuren der Taf. I. (4g-,pkalloides) können als ein schlagendes Beispiel solchen Variirensdienen. Auch zur Bildung von Scctionen innerhalb der TribusAmanita sind die Charaktere von der allgemeinen Hülle zu rela-tiv und variabel (,lj e Bildung solcher Scctionen aber auch, bei dergeringen Spccics-Zabl, entbehrlich); es ist also z.B. nicht zu billi-gen, wenn Vittadini die, übrigens physiologisch richtige, Un-

terscheidung von einervolva tenax" und einerv. frlabilis" zn»Bildung solcher Scctionen benutzt. So wie die Entwickelungdes Pilzes auf die Veränderungen der allgemeinen Hülle influirt,so geschieht auch bisweilen das Entgegengesetzte, indem z. B. eineungewöhnliche Zähigkeit und ein späteres Zerreissen der HüIJe anFaner Seite eine, temporäre oder dauernde, Schiefstellung des Hute(bei Ag. phallo'ides häufig) oder selbst eine mangelhafte Ernäh-rung Einer Seite desselben veranlasst.

(60) Bezieht sich auf seine Ähnlichkeit mit dem echten Cham-pignon, Ag. campester.

(70) Diese sonder Zweifel Mailändische Benennung fuhrt AI-berti an; sollte sie aber nicht vielmehr dem Fliegenpilz oc l er & emAgar. (Aman.) ruhescens Pers., Fr. angehören i

(71) Vielleicht alternde Exemplare (so auch Aman, irrorataSecr.). Einige andere Schumachersche Synonyme s. unter den Va-rietäten.

(72) Vgl. Note 71. Andere Secretanscho Synonyme s. nnt. Va-rietäten.