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2 (1838) Kryptogamen
Entstehung
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A M A N I T A.

er durch das Wachsen des Knollens in viele Tlieile ein, die dann wie Schuppen abstehen oderanliegen: Volva sqnamosa (Taf. II. F. 9). Über dem adhärirenden Theil der Wulst findet sich nunaber sehr oft (wenn auch, wie in P. IS, ein Abschnitt vom Huttheü zur Bildung der Wulst mitverwandt wurde, nothwendig immer) auch noch ein freier, welcher den Stiel als eine, bald wei-ter abstellende, bald dichter anliegende Scheide umgiebt. Eine solche scheidige Wulst heisst,wenn der obere, scheidige Abschnitt im Verhältniss zum unteren, adhärirenden klein ist (wie inF. 18), Volva marr/inata; ist aber jener Abschnitt verhältnissmässig gross, so werden (promiscue) dieAusdrücke Volva vaginalis, v. ochrcata, v. la.xa p. p. gebraucht.

Der Huttheil der allgemeinen Hülle spaltet sich (F. 16-19), durch das starke Anwachsen desHuts, in Lappen (nicht ganz passend: Warzen, Verrucae), welche auf dem Hute meist, loseangeklebt, haften bleiben, zuletzt jedoch auch wohl durch den Regen abgespült werden( 66 ). Jemürber, leichter zu zerreissen, die Substanz der allgemeinen Hülle ist, desto kleiner und zahlreicherbilden sich gewöhnlich die Lappen; je zäher, fester jene, desto grösser und minder zahlreich diese.Die Mürbigkeit ist hauptsächlich nach den Species, zum Theil aber auch nach den Individuen, jabisweilen selbst an verschiedenen Theilen eines und desselben Huts, verschieden (nur der Stiel-theil pflegt, obwohl dünner als die beiden übrigen, doch immer ziemlich fest zu seyn); man findetdeshalb auch bei solchen Species, wo sonst kleine Lappen vorzukommen pflegen (z. B. A. musca-rius, A.pantherhiHs), ausnahmsweise in kleinerem oder grösserem Umfange grössere; namentlichist es sehr gewöhnlich, dass sich an der Peripherie des Huts einige grössere Lappen (so in F. 19auf jeder Seite einer) bilden, die beim Hervorbrechen des Pilzes aus der Erde in dieser zurückge-halten werden; die räumlichen Verhältnisse erklären es, dass dies an der Peripherie besonders ge-schieht; (beim Ausgraben von A.phaUo'tdes beobachtet man es sehr häufig, ich habe es aber auchbei A. muscarius u. a. wiederholt gesehen). Oft fehlen die sonst bei einer Species solennen Lappengänzlich; begreiflich kommt dies bei denen, wo nur wenige grössere Lappen solenn sind, die leichtbeim Herausbrechen aus der Erde von dieser zurückgehalten werden können (so z. B. A. vaginatus)häufiger vor; doch auch bei anderen (so z. B. A. muscarius, wo man eine eigene Art, A. Puella, dar-aus hat machen wollen). Wo zur Bildung der Wulst ein Abschnitt des Huttheils mit verwandtwurde (s. S. 13 und F. 18), fehlen begreiflich die Lappen an der Peripherie, falls nicht zufällig an-dere dahin geschoben worden.

Der Stieltheil der allgemeinen Hülle adhärirt zwar im Ganzen dem Stiel mehr als den Lamel-len; jedoch am Hutrände pflegt er besonders stark zu adhäriren, weshalb er, da der Stiel beson-ders in seinem mittleren Theil wächst, sich von diesem in einer grossen Strecke (vgl. F. 16) löst,während er noch eine Zeitlang am Hutrände befestigt bleibt < 6r >. So kommt denn eine Periode, woer (s. F. 17, auf der linken Seite) nur noch am obersten Theile des Stiels befestigt ist und von hieraus, einen rechten Winkel bildend und frei über die Lamellen hinweggespannt, zum Hutrande hin-über geht. Endlich löst er sich auch vom Hutrände (s. F. 17, auf der rechten Seite) und bleibt nunzwar ganz oben noch mit dem Stiel in Verbindung, bildet aber mit seinem unteren Theil, vom Stielschief abstehend, oder, wenn er weniger steif ist, schlaff und frei am Stiel herabhängend, den Ring,Annulus, (obsolet) Coi'olla, welcher bei den meisten Amaniten persistirt und seinen Zusammenhangmit dem Überzuge des obersten Theils des Stiels gewöhnlich die ganze Lebenszeit hindurch deut-lich kund giebt. Die wichtigste Function des Stieltheils der allgemeinen Hülle ist vermuthlich, diejungen Lamellen vor der Luft, vielleicht auch vor manchen Insekten, zu schützen.( 6 s)

(66) Dies letztere findet aber gewiss nicht so häufig statt, alsViele zur Erklärung- <Ier ausnahmsweise ohne Lappen > orkommen-den Hüte bei Species, bei welchen sonst Lappen gewöhnlich sind,annehmen; man hat vielmehr hierbei mehr an andere Ursachen zudenken; vgl. oben Z. 24, 25, auch Note 68.

(67) Her mittlere Theil des Stiels behält oft eine rauhe, wie»ollige Oberfläche alt Spur der Ablösung; so besonders bei A. mit-tcarins.

(68) Von der oben gegebenen DarateUung der Veränderungen der

allgemeinen Hiille bin ich nur für Eine Species, jI. vaginatus, un-gewiss, ob sie ganz, namentlich auch hinsichtlich des Stiel-theils, passe, weil bei dieser Species der Stieltheil (Ring) flüchtigist und es mir an Beobachtungen junger Exemplare fehlt. Für diaübrigen Species aber kann ich die obige narstellung wohl unbe-denklich vertreten, denn auch für die seltneren und südlichen Ar-ten, welche ich nicht beobachtet habe, kann ich aus den Abbildun-gen denselben Entwicklungsgang, nachdem ich ihn mir zuvor anden einheimischen Arten in der Natur deutlich gemacht, unzwei-deutig entnehmen. Meine Darstellung kann Denjenigen, welche