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2 (1838) Kryptogamen
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B 1 ä t t e r p i 1 z.

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lieit nur bei auffallendem Lichte; am besten, wenn man sie, in grösserer Quantität auf einer Glas-platte ausgestreut, mit blossem Auge betrachtet; 63 ); bei durchfallendem Lichte, unter dem Mikro-skop, zeigen sie gewöhnlich eine andere, meist eine etwas hellere, oft eine t ( m verschiedenen Nu-ancen blassgrüne) Farbe.

Eigenschaften. Die ausserordentlich grosse Gattung enthält, wie wir im Folgenden sehenwerden, eine massige Anzahl von schädlichen und verdächtigen Arten neben einer überwiegendgrösseren von essbaren, indifferenten und dynamisch noch nicht genügend gekannten.

Tribus: Amanita. Hüllenpilz.

Amanita (Trib.) ST. v.E.; Fr. S.m.1. 12. Agarici

Synon. Ammütae specc. Pers.; ük.volvati. Wallr. II. 737. M

Wesentlicher Charakter. Keimkörner weiss. Eine Hülle (allgemeine Hülle, Velumuniversale) schliesst in der Jugend den ganzen Pilz ein.

Beschreibung. Die allgemeine Hüllet«« liegt in der Jugend (Fig. 15) am unterstenThcile des Stiels, welcher bei vielen Arten (so auch bei A. phalloulcs und Amiiscarhis, von wel-chen wir die schemat. Darstellungen geben) knollig oder doch in alhnähligem Übergange et-was dicker als der obere Theil ist, dicht an, und setzt sich von hier aus mit einem oberen innerenTheil zwischen Lamellen und Stiel, doch mehr dem letzteren angehörend und adhärirend, mit einemoberen äusseren Theil über der ganzen Oberfläche des Huts fort. Sie bildet in diesem Zustandeeinen vollkommen geschlossenen, ungefähr eiförmigen (gewöhnlich nach oben etwas engeren) Sack,hi dessen Innerem ein umgekehrter (die engere Öffnung nach oben kehrender) Trichter in die Höhesteht. Der ganze Pilz ist in diesem Zustande, von aussen gesehen, einem Ei, dessen Schale dieallgemeine Hülle vorstellt, in der Gestalt nicht unähnlich. Wir wollen der Kürze halber die dreivon uns unterschiedenen Theile der allgemeinen Hülle im Folgenden durch Fussthcil, Stieltheil undHuttheil bezeichnen; alle drei stossen in der Gegend, wo der Hutrand liegt, in einer Kreislinie (imsenkrechten Durchschnitt, F. 15, in zwei Puncten) zusammen.

Später, indem der obere Theil des Pilzes (der Hut und der grössere Theil des Stiels) weitmehr als der untere (der Knollen des Stiels) wächst, zerreisst die allgemeine Hülle, und es trenntsich (F. 16 ff.) ihr Fussthcil von den beiden anderen Theilen. Sehr oft erfolgt (wie es F. 16,17,19darstellen) diese Trennung genau in der Kreislinie, wo früher alle drei Theile zusammenstiessen;nicht selten aber auch so, dass (wie in F. 18) vom Huttheil ein bald kleinerer, bald grösserer un-terer Abschnitt mit dem Fusstheil in Zusammenhang bleibt, Sobald die Zerreissung der allgemei-nen Hülle erfolgt (der Pilzaus dem Ei geschlüpft") ist, erhält ihr unterer Theil, der mit dem un-teren Ende des Stiels in Zusammenhang bleibt (gleichviel ob er sich bloss aus dem Fusstheil oderaus demFussthcil nebst einem Abschnitt des Huttheils gebildet hat), denNamen Wulst, Volva^ 5 ).Entweder die ganze Wulst (so gewöhnlich in dem ersteren Falle, Fig. 16-19; man nennt siealsdann Volva connata od. aänaia) oder doch ein Theil derselben (so in F. 18 der grössere Theil)lic-t am untersten Theile des Stiels (am Knollen) dicht an, und bildet einen persistirenden und voll-kommen adlüirirenden Überzug desselben, der jedoch bisweilen, indem auch der Knollen nochwächst, so dünn wird, dass man ihn selbst beim Durchschneiden des Knollens leicht übersieht;oft lässt er sich auch hi späteren Perioden schwer abtrennen; und wenn, wie so häufig, derKnollen von Insectenlarven angegriffen wird, so wird er olt ganz unkenntlich. Bisweilen reisst

(63) Zu dem Ende braucht man bloss den reifen Pilz auf einStück von sogenanntemweissen" Fensterglasc zu stellen, nüthi-genfalls vom Stiel etwas abzuschneiden, so dass der Hut mehr ho-rizontal stehe; bisweilen schon nach \ Stunde, in der Kegel nachmehreren Stunden, liegt eine solche Masse von Keimkürnern aufdem Glase, dass man die Farbe beurtheilen kann.

(64) Man vgl. die schematischen Figuren, Taf. I. F. 15-19, II. F. 9,

welche sämmtlich senkrechte nurchschnitte darstellen (Taf. II.F. 9 nur den unteren Theil eines solchen, nur den Hurchschnitt desStielknollens). In allen diesen Figuren ist die allg clne i ue H U U C alsein ziemlich breiter dunkler Streifen dargestellt.

(65) niese Benennung wird jedoch auch bisweilen für die ganzaallgemeine Hülle, ehe dieselbe noch zerrissen ist, srcbraucht. (Soz.B. von Vittadini, vgl. Note 68.) b