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gernt 14 ); die sprossende Grundlage der Pflanze (durch deren Sprossen sich die Pflanzevergrössert — Thallus: liink) flockig, fleckenförmig oder fehlend* 16 ). Zellgewebeunregelmässig( 16 >; keine Spiralgefösse; keine wahre Oberhaut* 17 ), keine Spaltöffnungen < ls ). Siescheinen nur da zu wachsen, wo sich organische Substanz zersetzt < 19 >; so auf todten oder kran-
pflanzt, — ist bis jetzt, weil die hier mehr als bei hüliercn Pflanzenschwierigen Keimversuche erst selten angestellt worden (vgl. mich.»136-13$; Batt. 8 ff.; Ehrenberg deMycetogenesi in Nova ActaAcatl. Leop. Car. T. X. P. 1. ; Krombh, I. 5), noch nicht rechtzur Anwendung gekommen. Man giebt deshalb jenen Keimkörnern dieweniger bestimmte Benennung Sporen» — Sind die Sporen von einerHülle umschlossen, so kann man diese Sporanghtm nennen. Kann mannicht unterscheiden, ob die Kürner, die man sieht, nackte Sporen sindoder Sporangien, deren Sporen sich dem Auge entziehen, so kannman sich des unbestimmten Ausdrucks Sporidia bedienen. So wühltwenigstens Link (ßpec. p. II.) die Ausdrucke, der uns hierin amzweckmassigsten zu verfahren scheint. ■—■ Denjenigen Theil derPilzfrucht, welcher zunächst den KcimkÖrncr-Apparat trägt, nen-nen viele Schriftsteller Heceptacuhtm; so z. B. bei den Hutpilzenden zunächst an den HymcnialkÖrper grenzenden Theil.
Bei den höheren Abtheilungen der Pilze zeigen sich die Keim-körner auf verschiedene Weise zu Gruppen zusammengeordnet, indenen die Zahl 4 und deren Vielfache vorherrschen.
Die Pilze s ch ei n e n zum Theil auch ohne KcimkÖrncr, alsodirect durch eine sogenannte generatio primitiva {spontanen, aequi-eoca) zu entstehen (so namentlich die unter der Oberhaut noch leben-der Pflanzen hervorbrechenden). Doch ist dies noch ein Gegenstanddes Streites. Vergl.u.a. Fr. in Linn. Y. 506, S. m. III. 457 ; (Ehrbg.in) Hemprich Grd>. d. N. G. Berl. 1820. S. 398 - 399.
(14) Die Pilze gehören also zu den Friesischen Fadenkeimern,Nemea (einer ungefähr mit Cryptogama synonymen Benennung,vgl. Fr, S. o. v. 30). Aul die weitere Kintheilung der Nemea nachFries in Homonemea (bei welchen ,,/if« germinantla aut li-bera aut in corpus homogenetim conßuunt u 9 und zu welchen Pilze andAlgen fim Linnäischen Sinn"] geboren) und Jl et er o nemea (beiwelchen ,,/i?rt germinantia in corpus heterogeneum eaptrfawfttf**,und zu welchen die übrigen Kryptogamen gehören) können wir uns,da sie des Hypothetischen und seihst Irrigen zu viel enthält, unddeshalb auch wenig Beifall gefunden hat, hier nicht einlassen. (Vgl.Fr. i.a. \Y. 33 ff.)
(15) Man muss sich, um diesen Charakter richtig aufzufassen,daran erinnern, dass das, was bei vielen Pilzen auf den ersten Blickdie ganze Pflanze auszumachen scheint, nur die Frucht ist; man darfalso das Flockige bei den grösseren Pilzen nur im My cell um (s. Note12) suchen. — Die Flocken sind nach Link ungefärbte Bohren auseiner sehr zarten Haut, mit oder ohne Querwände. Die Flecken wer-den durch eine gefärbte Flüssigkeit hervorgebracht, welche diefremde Unterlage färiit. Wenn der Thallus fehlt, besteht das Ganzeaus einer Frucht (Sporangium) oder aus Sporen.
(16) Soweit es uns bekannt (namentlich bei den grösseren Pilzen),aus runden oder häufiger langlich-runden, unregclmässig neben ein-ander liegenden Bläschen, Zellen, bestehend. Wfl sich zwischen «derneben den Bläschen auch noch Fasern finden, scheinen auch diesehohl, also wohl nur sehr in die Lange ausgedehnte Bläschen zu seyn.(Beispiele s.b. Agaricue phallotdes^ muscarius und integer, Taf. I.
Fig. 20, n. F. 10-12, III, F. 14-17.)
(17) Bei vielen Pilzen, bei welchen die Fruchte int VcrhaltnißBzum Thallus auffallend gross sind, unterscheidet man an den Fruch-ten deutlich eine Haut; so namentlich bei den meisten HymCnomyce-len; und bei manchen Gastromyceten zeigen die Fruchte sogar mehrals Eine Haut. Aber abgesehen davon, dass diese Haut nicht demganzen Pilze angehört, so zeigt sie sich auch bei den Hymenoinycc-ten in ihrer Textur nicht sehr wesentlich von den darunter liegendenTheilcn verschieden: die unregclmässigen Zellen, welche man beider mikroskopischen Betrachtung der innern Thcilc sieht, erschei-nen auch hier, nur mehr in die Lange gezogen und noch unregcl-mässiger durch einander liegend, mehr miteinander verflochten ; beiden Gastromyceten aber weichen die Haute dadurch, dass sie sich ingewissen Perioden spalten und von den darunter liegenden TKeilen
zurückschlagen, von dem gewöhnlichen Verhalten der Oberhaut abund charakterisiren sich unzweideutig als eigentliche FruchthüUen.
(18) Die bis hieher aufgeführten Charaktere kommen fast alleausser den Pilzen auch den Algen und Liehencn — welche drei,schwer von einander zu trennende, Pflanzen-Abtheilungen Link(Spec.p,11.\ Hdb. III. 102) unter dem Namen CryptophytaZusammenfasst—-zu; nur der ,,flockige, fleckenfÖrmige oder feh-lende Thallus" charakterisirt die Pilze.
Fries hat auch noch, um die Pilze gegen die Linnäischen Algen(Algen und Liehene der Neueren) abzugrenzen, einige andere Cha-raktere aufzustellen versucht (S. o. v. 40 lf.), deren Richtigkeit wirjedoch nicht anerkennen können (abgesehen davon, dass sie auchpraktisch, zur Unterscheidung ini concreten Falle, nur seltenbrauchbar seyn wurden); nämlich:
1) Die Pilze seyen in ihrer frühesten Jugend von einer, wennauch oft nur sehr flüchtigen, Hülle bedeckt, die Algen nicht. Aberman sehe nur, wie gezwungen er S. 43 das l'eberall-vorhanden-seynjener Hülle durchzurühren sucht (selbst Thcilc der, dem Pilzindivi-duum fremdartigen, Matrix zu Hülfe nehmend): und dabei hat Fliesnoch die Byssaceen, die doch (nur wenige der Friesischen Byssaceenausgenommen) allgemein zu den Pilzen gerechnet werden, von denPilzen ausgeschlossen und zu den Algen gebracht.
2) Hie Pilze ständen gleich bei ihrer Entstehung in allen ihrenTheilen vorgebildet da und entfalteten diese dann nur allraählig.(Anders die Algen.) Ich habe mich bemüht, in meiner Abhandlungi. A. N. €. diesen Satz zu widerlegen.
3) Die Pilze nähmen ihre Nahrung durch ihre Basis aus einer,,Matrix" auf, die Algen auf allen Seiten aus dem sie umgebendenMedium, Aber beide Sätze sind gewiss zu exclusiv; denn die Pilzenehmen, gleich allen übrigen Gewächsen, zweifelsohne auch Nah-rung aus der Atmosphäre und dein atmosphärischen Wasser, und dassz. B. bei den Lichencn der Hoden, auf welchem sie wachsen, nichtbloss als Befestigungsuntcrlage dient, beweist schon die allbekannte-Verschiedenheit der Spccies auf verschiedenen Fels-, Erd- und Holz-ge wachs-Arten.
4) Bei den Pilzen sterbe (wie wir dies sonst bei Individuen zusehen gewohnt seyen) jedes Individuum ganz und gar in einem be-stimmten Moment, während bei den Algen das Individuum thcihvcisosterlie und anderenteils durch neuen Ansatz ins Unbestimmte (vonZeit und Raum) fort wachse. Aber dieser auf den ersten Bück absolutscheinende Unterschied ist genauer besehen wohl nur ein relativer;denn auch das Algen-Individuum stirbt wohl am Ende einmal gänz-lich (selien wir doch namentlich bei den Lichencn so oft alternde,sichtlich dem Tode sich nähernde, Individuen), und es ist uns nur oftschwer, vorher zu bestimmen, wie lange das noch dauern könne.Ganz dieselbe Schwierigkeit würden wir aber wohl bei vielen Pilzenlinden, wenn wir — statt uns an ihre Fruchte zu halten, welche frei-lich gleich denen der Phanerogamen meist von sehr kurzer Lebens-dauer sind — ihr Mycelium (ihren Thallus) mehr beachteten, als diesFries im S. o. v. gefhan hat, wo er diesen Theil meist vernachlässigtund ihn einmal (S. 43) sogar sehr mit Unrecht eine vegetatio f'tnigo-rum accessoria nennt. Und selbst bei den Früchten einiger Pilze (na-mentlich derjenigen Polypori und Daedalecn, bei welchen die Früchtevon festerer Substanz sind) findet ein scheinbar unbestimmt langesLeben durch neuen Ansatz statt, während die ältere Masse abgestor-ben perennirt — wie dies Fries selbst (i. a. W. 44) anerkennt.
(19) Von der Annahme ausgehend, dass die Pilze ursprünglichimmer aus anderen organischen Körpern und deren Üeherresten sicherzeugten, indem das erlöschende oder erloschene Leben des Indivi-duum wieder unter anderen Gestalten aufkeime, hat man die Pilzeauch H y s t e r o p h y t c n , oder T egetaiio succcilanea, secun<Ja~ria (reproducirte Gewächse), genannt, im Gegensalze zu den Pro-tophyten (solchen, von denen man annahm, dass sie direct ausanorganischem Stoff hervorgingen), wie man vorzüglich die Algen(im Linnäischen Sinne d. Worts) genannt hat. Aber jene obige An-